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Die Damen – Landesliga seit 1984

Meilensteine

1964     Edda Linke ist die Nr. 1 der Bezirksauswahl und spielt ein Jahr für St. Georgen

1973     Die erste Damenmannschaft St. Georgen geht in der Bezirksklasse an den Start

1976     Nach einem Jahr Pause gibt es wieder eine Damenmannschaft

1977     Aufstieg in die Bezirksklasse

1978     Aufstieg in die Landesliga - es folgen zwei Jahre Landesliga

1984     Wiederaufstieg in die Landesliga – die Mannschaft hält sich viele Jahre trotz Personalnot und Nachwuchssorgen

1996     Platz 3 in der Landesliga, Melanie Straub ist beste Einzelspielerin der Klasse

1998     Claudia Schneider und Melanie Rapp kommen nach St. Georgen – das vorläufige Ende von Personalnot und Nachwuchssorgen

2000     Claudia Schneider qualifiziert sich für die südbadische Endrangliste der Damen

2001     Meisterschaft in der Landesliga mit Schneider, Straub, Hess, Seidel und Eiermann und Aufstieg in die Verbandsliga

2007     Der TV St. Georgen kann keine Damenmannschaft mehr melden

2010     Die „Jungen Wilden“ starten eine neue Ära

2011     Südbad. Pokalsieger und erste Teilnahme an den Deutschen Pokalmeisterschaften Damen B

2013     Erstmals geht eine zweite Damenmannschaft an den Start (zwei Spielzeiten)

2014     Aufstieg in die Badenliga (der dritte Aufstieg hintereinander)

2015     Südbad. Pokalsieger und 3. Platz bei den Deutschen Pokalmeisterschaften der Damen A

2016     Zum zweiten Mal in Folge Mannschaft des Jahres im Schwarzwald-Baar-Kreis

2020     Aufstieg in die Oberliga - größter Erfolg der TT-Abteilung des TV St. Georgen

2021     Natalie Obergfell wird zum sechsten Mal Bezirksmeisterin im Einzel der Damen A

 

1956 bis 1969: Fehlanzeige – aber da war doch noch...

...Edda Linke!

Eigentlich ist Tischtennis in St. Georgen ein reiner Männersport. Bis auf das Jahr 1964. Vom Westdeutschen Tischtennisverband wechselt Edda Linke zum TV St. Georgen und ist prompt die Nr. 1 der Damen-Bezirksauswahl. Aber schon ein Jahr später geht sie zum TTC Villingen, um an den Rundenspielen teilnehmen zu können.

1970 bis 1979: Erste Damenmannschaft

Zur Saison 1973/74 gründen Renate Allgeier, Margarethe Selgrad, Ute Todtenhausen und Andrea Pfau die erste Damenmannschaft St. Georgens und spielen zwei Jahre in der Bezirksklasse. Als die Mannschaft dann wegen Personalmangels zurückgezogen wird, wechselt die in der Jugend sehr erfolgreiche Renate Allgeier zum Landesligisten TTG Marbach.

Schon in der darauffolgenden Saison 1976/77 gibt es wieder eine Damenmannschaft. Renate Allgeier, Susanne Eiermann, Renate Fleig, Cordula Haas und Ulrike Haas, die alle 15 bis 18 Jahre alt sind, werden mit 32:0 Punkten Meister der Kreisklasse und steigen in die Bezirksklasse auf.

Die gleiche Mannschaft steigt nur ein Jahr später als Vizemeister der Bezirksklasse in die Landesliga auf und kann sich dort zwei Jahre halten.

1980 bis 1989: Unabsteigbare Wiederaufsteiger

In der Saison 1980/81 müssen die Damen nach zwei Jahren Landesliga wieder in die Bezirksklasse absteigen. Die Abgänge von Cordula und Ulrike Haas sind nicht zu kompensieren.

Drei Jahre spielen die Damen dann in der Bezirksklasse, bis 1984 der Wiederaufstieg folgt. Zwar werden Renate Allgeier, Renate Wedele (geb. Fleig), Susanne Eiermann und Sabine Hess “nur” Dritter in der Bezirksklasse, jedoch nutzen sie die Chance, durch ein Entscheidungsspiel aufzusteigen. Bis im Jahr 2001 der Aufstieg in die Verbandsliga folgt, spielen die St. Georgener Damen ununterbrochen in der Landesliga.

Jahrelang spielen die Damen in der gleichen Besetzung, bis Ende der achtziger Jahre ein kleiner Umbruch erfolgt. 1988 kommt die 14jährige Melanie Straub in die Mannschaft. Schon im Jahr darauf hängt Renate Braun (geb. Allgeier) den Tischtennisschläger an den Nagel und Rahel Haas stößt in die Mannschaft. 1989/90 kämpfen dann Sabine Hess, Susanne Eiermann, Melanie Straub und Rahel Haas gegen den Abstieg.

1990 bis 1999: Personalnot und Nachwuchssorgen

In unveränderter Besetzung spielen die vier Damen weiterhin in der Landesliga. Anfangs geht es gegen den Abstieg, jedoch profitiert die Mannschaft bald vom Aufstieg der Melanie Straub. 1995/96 wird die Mannschaft erstmals Dritter in der Landesliga, und Melanie Straub ist mit einer 45:8-Bilanz die beste Spielerin der Liga.

Trotz der Konstanz sind die Neunziger der Damen geprägt durch Personalnot und Nachwuchssorgen. Es stehen so gut wie keine Ersatzspielerinnen zur Verfügung, und mehr als einmal muss die Mannschaft zu dritt antreten. Noch beim 40jährigen Jubiläum 1996 stellt der Abteilungsleiter fest, “dass uns hier jeglicher Nachwuchs fehlt.”

1998 können diese Nachwuchssorgen jedoch vorerst ad acta gelegt werden. Schon 1994 nahmen Claudia Schneider und Melanie Rapp am Mini-Turnier in St. Georgen teil, gingen aber dann zum TTSV Mönchweiler, um in einer Schülerinnenmannschaft spielen zu können. Vier Jahre nach ihrer Teilnahme wechseln die beiden 15 bzw. 16jährigen nach St. Georgen und verstärken die Damen. Mit Straub, Hess, Schneider, Rapp und Eiermann werden die Damen 1998/99 und 1999/2000 zweimal Dritter und wiederholen damit ihre beste Platzierung aus dem Jahr 1996.

2000 bis 2009: Erster Aufstieg in die Verbandsliga

Für die 17jährige neue Spitzenspielerin der Damenmannschaft, Claudia Schneider, beginnt das Jahr 2000 mit ihrem größten Erfolg: Sie qualifiziert sich für die südbadische Endrangliste der Damen und belegt dort einen hervorragenden zehnten Platz. Ein Erfolg, den keine St. Georgener Dame zu diesem Zeitpunkt vorweisen kann.

In die Saison 2000/2001 starten dann Claudia Schneider, Melanie Straub, Sabine Hess und die 15jährige Julia Seidel, die vom TTSV Mönchweiler nach St. Georgen kam, als Geheimfavorit. Ohne Punktverlust werden die Damen Meister in der Landesliga, womit erstmals eine St. Georgener Mannschaft in die Verbandsliga aufsteigt. Claudia Schneider verliert in der Vorrunde kein einziges Spiel und ist am Ende souverän beste Spielerin der Liga - sowohl im Einzel als auch im Doppel mit Melanie Straub.

In der Verbandsliga erspielen sich die Damen ein Punktekonto von 17:23 und müssen am Ende doch absteigen, auch weil Konkurrenten zum Ende der Saison unerwartete Punktgewinne verzeichnen können. Es folgen Jahre in der Landesliga, in denen Melanie Straub nur noch sporadisch zur Verfügung steht und Claudia Schneider zum Badenligisten TTC Karlsruhe-Neureut wechselt. Im Jahr 2004 verstärkt dann das Eigengewächs Bianca Kieninger, eine der stärksten Schülerinnen Südbadens, die Mannschaft, wechselt aber ein Jahr später zum TTSV Mönchweiler in die Verbandsliga.

Im Jahr 2007 folgt dann ein bitterer Schritt, der in vielen Jahren zuvor immer vermieden werden konnte: Mangels aktiver Spielerinnen musste sich die Mannschaft auflösen und den Rest des Jahrzehnts nimmt keine St. Georgener Damenmannschaft am Rundenbetrieb teil. Doch im Jugendbereich zeichnete sich bereits ab, dass sich das Blatt in einigen Jahren wieder wenden könnte.

2010 bis 2019: Die Jungen Wilden

2010 ist es wieder so weit, dass der TV St. Georgen eine Damen-Mannschaft melden kann – mit einem Durchschnittsalter von knapp 14 Jahren. Natalie Obergfell, Anne-Kathrin Obergfell, Marina Geiger, Vanessa Wille und Jasmin Ruf starten eine echte Ära. Schon in der Jugend eilen sie von Erfolg zu Erfolg und werden von der Presse gerne als die „Jungen Wilden“ tituliert.

Nach einem dritten Platz in der Bezirksliga folgen zwei Meistertitel und der Durchmarsch in die Verbandsliga. Beide Spielzeiten schließt die Mannschaft ohne Punktverlust ab und saisonübergreifend mit einer Gesamtbilanz von 253:49. 2013/2014 spielt der TV St. Georgen damit erneut in der Verbandsliga und auf Anhieb holen die Jungen Wilden den zweiten Platz. Dieser berechtigt schlussendlich zum Aufstieg in die Badenliga – ein Novum für den TV St. Georgen.

In ihre erste Badenliga-Saison 2014/2015 startet die Mannschaft mittlerweile ohne Jasmin Ruf, dafür mit Lea Ehinger (vom TTC Mühlhausen) und Stefanie Bea (von der TG Schwenningen), die sich altermäßig nahtlos in die Jungen Wilden einfügen. Es folgen bis 2019 fünf Spielzeiten in der Badenliga mit den Platzierungen 5, 3, 5, 4, 3. Zwischenzeitlich sind – die ebenfalls jungen – Jasmin Kaufmann (TTC Tuttlingen) und Yvonne Scherer (TTC Rottweil) zur Mannschaft gestoßen, während Lea und Stefanie den Verein wieder verlassen haben. Das Team hat sich in der Badenliga etabliert und brennt darauf den nächsten Schritt zu tun.

Außerhalb der regulären Saison gab es in den 2010er-Jahren noch ein paar weitere Highlights der Jungen Wilden. Quasi nebenbei werden die Damen des TVS 2015 und 2016 zur Mannschaft des Jahres im Schwarzwald-Baar-Kreis gewählt. Eine außergewöhnliche Würdigung, die deutlich macht, welche Anerkennung die Erfolge der Mannschaft auch über die Stadtgrenzen hinweg haben.

Außerdem schreiben sie im Pokal weitere Erfolge: 2011 holen sie den Südbadischen Pokal der Damen B und nehmen an den Deutschen Pokal-Meisterschaften teil. 2015 und 2018 wiederholen sie diesen Erfolg bei den Damen A und erreichen 2015 sogar den 3. Platz bei den Deutschen Pokalmeisterschaften der Damen A.

In all den Jahren zeichnen sich die Damen durch Teamgeist und mannschaftliche Geschlossenheit aus. Herauszuheben ist dennoch Natalie Obergfell, die zur neuen Spitzenspielerin der Damen gereift ist. Natalie verpasst in diesen neun Spielzeiten kaum ein Spiel und erzielte ohne Ausnahme immer eine positive Einzelbilanz. Obwohl sie schon früher die Gelegenheit hatte höherklassig zu spielen, blieb sie dem TVS treu und ist damit zu einem echten Zugpferd geworden. Darüber hinaus wird Natalie zwischen 2013 und 2019 fünf Mal Bezirksmeisterin bei den Damen A.

Nicht zu vergessen ist noch ein Novum im Jahr 2013. Angeführt von Rahel Hess kann mit (den noch jüngeren) Carolin Obergfell, Anika Geiger, Rebecca Oesterle und Corinna Haas erstmals eine zweite Damen-Mannschaft an den Start gehen. Die Mannschaft geht zwei Spielzeiten in der Bezirksliga an den Start, leider fällt die Zweite dann wieder auseinander.

 

2020 bis heute: Größter Vereinserfolg – Oberliga

In die Badenliga-Saison 2019/2020 startet der TVS mit einer leicht veränderten Aufstellung. Jana Bork wechselt vom TTC Singen in die Bergstadt, während Marina Geiger den Verein verlässt. Die Runde wird zu einem Dreikampf zwischen Weil II, St. Georgen und Neckarbischofsheim. Eine überraschend deutliche Vorrundenniederlage gegen Neckarbischofsheim können die Damen mit zwei Auswärtssiegen in Weil und Neckarbischofsheim ausgleichen, so dass sie sich am Ende Platz 2 und den Aufstieg in die Oberliga sichern – und damit den größten Erfolg der Tischtennisabteilung des TVS.

Zur ersten Oberliga Saison 2020/2021 kann sich die Mannschaft mit Mareike Allgeier vom TTV Gamshurst verstärken. Neben Mareike gehören Natalie Obergfell, Jana Bork, Jasmin Kaufmann und Anne-Kathrin Obergfell zum Kern der Mannschaft. Yvonne Scherer steht studiumsbedingt nur noch sporadisch zur Verfügung, Vanessa Wille spielt schon seit einigen Jahren nur noch als Ersatz. Der Oberliga-Start verläuft mit 5:3 Punkten aus vier Spielen erfolgreich. Doch dann macht Corona der Tischtennis-Saison den Garaus. Und ein Jahr später geht es in gleicher Aufstellung von vorne los.

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