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Herren 1: St.Georgen auf der Suche nach dem Befreiungsschlag

  • 23 Feb

Handball, Landesliga-Süd: TV St.Georgen – TuS Steißlingen 2 (24.02.2019, 16:30Uhr)

Nach vier Spielen ohne Sieg und einer zuletzt bitteren Niederlage im Heimderby gegen die SG Schenkenzell/Schiltach, drängt der TV St.Georgen auf einen Befreiungsschlag. Eine Chance dazu bietet sich den Bergstädtern kommenden Sonntag bei der Oberligareserve des TuS Steißlingen. Mit nur einem Punkt aus den vergangenen vier Spielen, gerade auch gegen Mannschaften aus der hinteren Tabellenhälfte, stecken die Jungs vom Roßberg in einer kleinen Schaffenskrise.

Damit diese Krise kein größeres Thema wird, sollten die Schützlinge von Jürgen Herr, möglichst Zeitnah, wieder Punkte zu sammeln. Vielleicht bietet sich gerade hier, in einem der eher untypischen Sonntagsspiele, die Chance den Stein umzustoßen. Im Hinspiel, am Tag der deutschen Einheit, also ebenfalls zu ungewohnter Zeit, triumphierten die Berstädter mit 27:24, bestimmten das Spielgeschehen aber deutlicher als es das Ergebnis am Ende aussagte.

Doch St. Georgen erwartet kein einfacher Gang in der Steißlinger Mindlestalhalle. Mit der Oberliga-Reserve aus dem Hegau wartet die Mannschaft der Stunde auf die Bergstädter. Nach einem anfänglich durchwachsenen Saisonstart, konnte die Mannschaft von Dominik Garcia zuletzt fünf Mal in Serie gewinnen. Mittlerweile steht das Second-Team auf einem respektablen fünften Tabellenplatz und führt somit die Verfolgergruppe, in der sich auch der TV St.Georgen befindet, an. Der TuS Steißlingen zeichnet sich vor allem durch eine tolle Jugendarbeit aus. Nicht nur in der zweiten Mannschaft, nein auch in der Oberliga-Mannschaft, die sich wohl auch im zweiten Jahr in der Liga halten kann, setzt man größtenteils auf eigene Talente, die sich auch vollkommen mit dem TuS identifizieren.

Für Tore sorgen vor allem der routinierte Fabian Rihm aus dem Rückraum und der junge Linkshänder Luca Tassone von der rechten Außenposition. Hinzu kommt mit Daniel Meier ein nervenstarker 7m-Schütze, er verwandelt vom Strich knapp 84 % seiner Würfe. Dennoch ist das Steißlinger Team nicht auf Einzelspieler zu reduzieren. Trainer Jürgen Herr, der zu Studienzeiten als Spieler der Steißlinger Herren I aktiv war, warnte seine Männer vor allem auch vor dem Steißlinger Tempospiel. Gerade deshalb sind die Bergstädter gut beraten, die eigenen Fehler in der Offensive auf ein Minimum zu reduzieren.

Dennoch ist man sich bei den Jungs vom Roßberg bewusst, dass man nicht nur Vorsicht walten lassen darf, sondern vor allem mutig und befreit aufspielen muss. Man möchte den Ball wieder schneller und vor allem flüssiger Laufen lassen, um sich wieder deutlich mehr Torchancen zu erarbeiten.

„Wir wollen endlich wieder gewinnen, um den Vorsprung nach hinten zu sichern. In Steißlingen erwartet uns erneut ein hartes Spiel. Wir dürfen unser Selbstvertrauen wegen vier schwächeren Spielen nicht begraben. Wichtig ist, dass wir endlich wieder über den Kampf in einen Flow kommen, ich glaube fest an unsere Chance.“ sagt Kapitän Jan Holzmann vor der Partie.

Nach dem Spiel folgt eine dreiwöchige Spielpause für die St. Georgener, gerade auch deshalb wäre ein Punktgewinn im Hegau, nicht nur tabellarisch, sondern vielmehr auch psychologisch wichtig.

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