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Saisonabschluss der Zweiten in Offenburg

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  • 13 Jun

Saisonabschluss der Zweiten in Offenburg

Bericht: Daniel Hackenjos                               


Saisonabschluss der Zweiten in Offenburg

Obwohl die Saison für die Zweite schon seit einigen Wochen beendet ist, hieß es am Samstag (02.06.) nochmal „Tischtennis ist angesagt“. Jedoch rückte der Tischtennissport an diesem Tag eher in den Hintergrund und wir versuchten uns an verschiedenen anderen Sportarten, Quizspielen und Geschicklichkeitsspielen.   

Um gemeinsam die erfolgreiche Runde abzuschließen, hatten wir beschlossen zum Fußballgolfen in den Soccerpark Ortenau nach Offenburg zu fahren. Um den Tag abwechslungsreicher zu gestalten hatten wir geplant, anstatt wie in den letzten Jahren gemeinsam mit der Dritten den Super-Hopfenschlingel in Rastatt, einfach den inoffiziellen Super-Soccer-Schlingel in Offenburg zu ermitteln. So ging es am Samstagmorgen für die fünf verbleibenden Akteure Christian, Marco, Micha Hess, Patrick und Daniel um 9:59 Uhr am Bahnhof (für Christian schon etwas früher in Villingen) mit der Zugfahrt nach Offenburg los. Um den Super-Soccer-Schlingel zu ermitteln, wurde vorher ausgemacht, dass zusätzlich zu Fußballgolf, Torwandschießen und vier weiteren von Patrick und Daniel vorbereiteten Spielen, jeder ein Spiel vorbereiten sollte, an dem er selber nicht teilnehmen darf. Direkt am Bahnhof in Sankt Georgen stellte sich heraus, dass der Klassiker „Die Hälfte“ sowohl von den Organisatoren als auch von Micha als Spiel vorbereitet wurde. Durch geringfügige Regeländerungen konnten jedoch einfach zwei verschiedene Versionen im Lauf des Tages gespielt werden. Die Spiele wurden dann auch direkt auf der Zugfahrt mit der normalen Version von „Die Hälfte“ und „Knobeln“ eingeleitet (Hinweis für unerfahrene Berichtleser: Die Regeln der Spiele-Klassiker können in diversen Berichten von früheren Hopfenschlingel-Ausflügen nachgelesen werden). Die Zugfahrt verging wie im Flug, was natürlich auch der kürzeren Anfahrt im Vergleich zu Rastatt geschuldet war. In Offenburg angekommen ging es mit dem Großraumtaxi zum „Soccerpark Ortenau“, der für einen Fußmarsch leider zu weit vom Bahnhof entfernt liegt. Nach kurzer Einführung ins Regelwerk legten wir direkt auf dem Grün los, um die 18 Bahnen in so wenigen Schüssen wie möglich zu bezwingen. Dabei bewies die Zweite, dass Tischtennisspieler durchaus auch fußballerisches Können zu bieten haben. Dieses blitzte teilweise mit gut platzierten und gefühlvollen Schüssen auf.

  

Zur Halbzeit lag Daniel (38 Schüsse) knapp vor Micha (39), Patrick (40) und Christian (42). Marco war mit 47 Versuchen auch immer noch in Reichweite. Gegen Ende entwickelte sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Daniel und Christian, die dann auch gemeinsam den ersten Platz belegten und durch die doppelte Wertigkeit des Spiels ordentlich Punkte einkassieren konnten. Der dritte Platz ging an Patrick, es folgten Micha und Marco.

Nachdem alle 18 Bahnen gespielt waren, ging es direkt über zum Torwandschießen. Jeder durfte hier jeweils sechs Versuche unten und sechs Versuche oben absolvieren. Daniel gelang das Kunststück, gleich die ersten drei Versuche unten zu versenken und oben dann sogar noch einen nachzulegen. An dieser Vorgabe hatten die Kameraden ordentlich zu knabbern und letztendlich ging auch dieses Spiel mit 5 Treffern aus 12 Schüssen an Daniel. Den zweiten Platz sicherte sich Marco, gefolgt von Christian, Micha und Patrick. Nach diesen aktiven Spielen wurde zur Erfrischung dann erst mal ein kühles Getränk im Schatten der Soccerpark-Terrasse genossen und bei dem von Marco vorbereiteten WM-Quiz ausgeschwitzt. Mit anspruchsvollen Fragen, bzw. eher Schätzfragen, wie z.B.: „Wie viele Spiele verloren die Titelverteidiger aller Weltmeisterschaften insgesamt?“ wurden wir auf die bevorstehende WM eingestimmt. Christian konnte hier sein geballtes Zahlenwissen ausspielen und sich die 4 Punkte für den Sieg sichern. Da es bei einem Ausflug unter Tischtenniskameraden meist doch nicht ganz ohne Schläger geht, war das nächste Spiel „Griffball“. Ziel des Spiels: einen Tischtennisball so oft wie möglich mit dem Griff eines handelsüblichen Tischtennisschlägers zu spielen, ohne den Ball fallen zu lassen. Patricks bewies bei diesem Spiel das beste Händchen. Er deklassierte die Kameraden regelrecht. Ergebnis: Patrick 94, Daniel 36, Marco 34, Christian 21 und Micha 16.

Gut gestärkt und bereit für die restlichen Spiele wurde erneut das Großraumtaxi geordert, um zurück Richtung Bahnhof zu fahren und dort in der Nähe auf Tipp des Taxifahrers den Biergarten „Brandeck“ zu besuchen. Die Wartezeit bis das Taxi kam, wurde mit einer zweiten, verschärften Runde „Die Hälfte“ überbrückt. Michas spontan erfundene Zusatzregel lautete „in einem Zug ohne absetzen die mitgebrachte Dose Radler genau bis zur Hälfte entleeren“. So mancher Versuch scheiterte recht schnell, doch einige hatten mittlerweile den Zug raus und so ergaben sich die Plätze: 1. Marco, 2. Daniel, 3. Patrick und 4. Christian. Da das Taxi immer noch nicht da war, wurde direkt das nächste Quiz von Patrick gespielt. Fragen aus allen möglichen Bereichen des Sports wurden abgefragt. Dabei ging es nicht nur um die richtige Antwort, sondern zusätzlich auch noch um Schnelligkeit. Marco war wohl sehr gut vorbereitet und sicherte sich nach 3 richtigen Antworten aus den ersten fünf Fragen ungefährdet den Sieg. Die letzten Platzierungen wurden noch schnell während der Anfahrt des Taxis ausgespielt und danach die Fahrt zum Biergarten angetreten. Der sehr gesprächige Taxifahrer teilte uns unter anderem mit, dass Diesel und Benzin in Luxemburg am günstigsten sind, er schon sieben Millionen Kilometer gefahren ist und im Monat 2020 € netto verdient. Im Biergarten angekommen gab es erst mal etwas Festes für den Magen. Dabei wurden hauptsächlich Schnitzel und Pommes bevorzugt. Nach einer kurzen Erholungspause ging es weiter mit dem Spielemarathon. „Becherstapeln“ war angesagt. Hier musste jeder Spieler versuchen einen umgedrehten Becher so von der Tischkante hochzuschleudern, dass er nach einer 180-Grad-Drehung mit einem anderen Becher auf dem Tisch wieder aufgefangen werden konnte. Christian gelang dieses Kunststück direkt im ersten Versuch. Alle anderen erlaubten sich deutlich mehr Versuche um den Becher einzufangen. Danach wurde nochmal geschätzt. Daniel hatte zehn Schätzfragen mit verschiedensten Themenbereichen vorbereitet. Unter anderem wurde z.B. gefragt, auf welcher Meereshöhe unsere Heimspielstätte, die Rupertsbergturnhalle, liegt. Hier konnte sich erneut Marco durchsetzen. Er landete vor Patrick, danach folgten Micha und Christian. Als vorletztes stand noch das vorbereitete Spiel von Christian auf dem Plan. Hier wurden wir in das Kartenspiel „Vier Anderle“ (keine Ahnung ob man das so schreibt😊) eingeführt. Ziel war es, so viele Stiche wie möglich zu machen (die genauen Regeln können bei Christian nachgefragt werden). Patrick hatte am meisten Kartenglück und entschied das Spiel für sich. Damit Christian auch noch ein paar Runden mitmachen konnte, wurden weitere Runden außer Wertung gespielt. Die entscheidende Runde hat Daniel verloren. Hier ging es darum, wer den Bericht für die Homepage schreiben muss.

Als wir merkten, dass es schon ziemlich spät war und der angepeilte Zug in ca. 30 Minuten fahren würde, wurde der Biergarten beinahe fluchtartig verlassen und das eine oder andere Bier musste leider unausgetrunken zurückgelassen werden. Zudem stand noch das abschließende Spiel „Bierdeckelweitwurf“ im Schulhof gegenüber an. Dies sollte die Entscheidung um den Sieg des Super-Soccer-Schlingels bringen. Daniel hatte mit vier Punkten Vorsprung die besten Karten und konnte sich den Titel dann auch mit dem weitesten Bierdeckel-Wurf sichern. Auf dem Weg zum Bahnhof wurde noch schnell das Endergebnis berechnet, sodass im Zug die Siegerehrung mit dem 5-Liter Rothaus-Fass als Preis für den Sieger von statten gehen konnte.

Am Ende stand mit insgesamt 41 Punkten der Sieg für Daniel zu Buche. Patrick und Christian blieben mit jeweils 35 Punkten nur der gemeinsame zweite Platz. Marco konnte sich mit 34 erspielten Punkten knapp hinter den beiden platzieren und Micha landete letztlich mit 25 Punkten auf dem vierten Platz.

Auf der Heimfahrt im Zug wurde noch ein Ausblick auf die neue Runde geworfen. So wurde über mögliche Aufstellungen diskutiert, die Ziele gesteckt und ein Termin zum „Saisonvorbereitungsgrillen“ bei Micha festgelegt. Alles in allem war es wieder mal ein gelungener Ausflug zum Saisonabschluss und die Zweite verabschiedet sich damit endgültig in die Sommerpause.