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TTC Klettgau - TV St. Georgen III 9:4


Bezirksklasse, 03.02.2018                                                                                                       

TTC Klettgau  -  TV St. Georgen III 9:4

Bericht: Rolf Hackenjos                      


 

Schade ums Fahrgeld…

 

Auch im vierten Aufeinandertreffen mit den Tischtennisspielern aus dem Klettgau ging die Dritte  wieder leer aus – und das mit der bisher deutlichsten Niederlage der noch jungen Bezirksklassen-Historie.

Schon im Vorfeld der Begegnung lief es einfach nicht rund: so musste Top-Spieler Stoffel, der aktuell in der Form seines Lebens den TT-Sport zelebriert, schweren Herzens an die Zweite abgetreten werden, weil von denen ein Spieler mit Berliner Akzent sich in der Küche beinahe eine Hand abgetrennt hatte.

Von St. Georgen bis Behla stand Fries-bedingt nur ein Auto zur Verfügung; zu dritt auf den Hintersitzen wurden die Gebeine der Beteiligten unbequem eingequetscht, die natürliche Bewegungsfunktion dadurch stark dezimiert, wie sich im späteren Verlauf des Tages noch herausstellen sollte.

Das nächste Highlight stand kurz hinter Blumberg bevor: nach der qualmenden Schinken-Firma nimmt die kurvige Straße bekanntermaßen einen Achterbahn-Verlauf, es geht steil bergab. Normalerweise für den geübten Fahrer ein Genuss, gab es diesmal anhaltenden Verdruss – Stillstand auf der Straße vom Feinsten. Dutzende Autos, die sich null bewegten und niemand wusste, warum eigentlich? So harrte die Dritte geschlagene 15 Minuten aus, ohne auch nur einen Zentimeter voranzukommen. Zumindest war aber zwischenzeitlich die Ursache des Staus erkannt, nachdem ein Autofahrer aus einem vorderen Wagen aus seinem Audi ausstieg und schon nach wenigen hundertstel Sekunden bereute, keine Schlittschuhe an den Füßen zu tragen. Kaum war diese Rutschpartie bestaunt, ertönte auch schon um 16:05 aus den Verkehrsnachrichten im SWR-Radio folgender Text:

Nun musste eine Entscheidung getroffen werden: umkehren, Umweg fahren und hoffen, noch vor Spielbeginn um 17:00 Uhr in der Halle zu erscheinen. Diese Entscheidung war im Nachhinein goldrichtig, wurde aus einiger Entfernung im Vorbeifahren der Staustelle doch erkennbar, dass ein Auto im Graben lag und das Auto dahinter quer auf der Straße stand. Vermutlich war die Fahrerin eine ca. 85-jährige Dame, die im Jahr 1.300 Fahr-Kilometer absolviert und für sich entschieden hatte, ihr Auto genauso zu belassen, bis der Frühling kommt.

Fortan lief es den Rest der Hinfahrt wie am Schnürchen, Präsi Fries holte noch einige Minuten raus, Ankunft an der Sporthalle Erzingen um 16:35 Uhr. Oldie Rolf war begeistert, entsprach diese Ankunftszeit genau seiner bevorzugten Einspielzeit. In der Halle dann eine Situation, die dem legendären St. Georgener Kultspieler Erwin A. wahren Genuss bereitet hätte: parallel zwei Damen-Verbandsspiele und mittendrin das Herren-Spiel. Ob es daran lag, dass an diesem Spätnachmittag bei der Dritten nichts lief, darf bezweifelt werden.

Zum Sport: Doppel 1 mit Schreiber/Hackenjos Jens war hauchdünn am Sieg dran, musste letztlich aber eine unglückliche 9:11-Niederlage im Fünften akzeptieren. Doppel 2 mit Jäckle/Fries war auch nicht chancenlos, taktisch aber wie gewohnt, mangelhaft. Doppel 3 mit Hackenjos Rolf/Morat souverän.

So richtig Spannung kam eigentlich während des gesamten Spielverlaufs nicht groß auf, zu deutlich war die Übermacht des Meisterschafts-Anwärters, der sich zu Beginn der Rückrunde gar noch mit einer neuen Nummer eins ( Godoy ) verstärkte.

 

Schreiber: spielte sehr ordentlich, traf aber in den entscheidenden Phasen seine Vorhand-Angriffsbälle nicht.

Jäckle: war sogar richtig gut, aber oft zu passiv

Hackenjos Rolf: Top-Leistung, wie meistens, wenn es anschließend ins Waldhaus geht

Hackenjos Jens: hatte nicht den Hauch einer Chance, weil er genau diese Meinung in sich trug

Morat: tadellose Bilanz, kommt langsam aber sicher wieder in die Nähe seines wahren Leistungsvermögens

Fries: hadert zu oft mit gegnerischen Kantenbällen und bringt sich damit selbst auf die Verliererstraße

 

So endete der wahrscheinlich für einige Zeit letzte Vergleich zwischen Klettgau und St. Georgen 3 verdient 9:4 für die Hausherren, die Dritte wird sich nach den teils überraschenden Ergebnissen dieses Spieltages wohl oder übel mit Rang 4 zufriedengeben müssen.

Bleibt noch zu erwähnen, dass auch der Abstecher ins beliebte „Waldhaus“ dieses mal sehr getrübt wurde: Schweinekrustenbraten war ausverkauft – unglaublich! Trotz dreifacher Nachfrage, ob man uns verarschen wolle, blieb der Kellner bei seiner Aussage und uns nichts anderes übrig, als ein Mahl zweiter Wahl zu verspeisen. Zumindest das „Spezial“ im Steinkrug erfreute die Gaumen mit traditioneller Qualität.