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TV St. Georgen III - TV Grüningen 8:8


04.11.2017, Bezirksklasse

TV St. Georgen III  -  TV Grüningen 8:8

Bericht: Rolf Hackenjos                    


 

 

Der TTR-Wert hat überhaupt nichts zu bedeuten!

 

 

Diese Erfahrung hat wahrscheinlich jeder aktive Tischtennisspieler in den letzten Jahren selbst schon gemacht. Gut – es gibt Einschränkungen: bei 500 Punkten Differenz z.B. ist in der Regel davon auszugehen, dass der TTR-schwächere Spieler nur dann eine kleine Chance besitzt, wenn sein Widersacher während des Spiels mit akutem Vorhofflimmern zu kämpfen hat. Innerhalb von 50 TTR-Punkten jedoch ist alles möglich und ein gespieltes Match könnte eine Viertelstunde später schon einen völlig anderen Verlauf nehmen.

 

Als Beweis soll hier das Bezirksklassen-Duell „St.Georgen/Dritte gegen Grüningen“ dienen. Legt man zugrunde, dass jeweils der Spieler/das Doppel mit dem höheren TTR-Wert siegt und bei identischem TTR-Wert der Heimvorteil den Ausschlag gibt, liefert der Spielverlauf folgende Rückschlüsse:

 

SPIELER DRITTE

SPIELER GRÜNINGEN

TTR Dritte

TTR Grüningen

Theorie

Praxis

Hackenjos J. / Rosenfelder

Zeller / Weber

2.884

2.860

1:0

1:0

Hackenjos R. / Morat

Iengo / Schmieder

2.860

2.817

2:0

1:1

Jäckle / Losch

Limberger / Bossert

2.842

2.691

3:0

2:1

           

Hackenjos Rolf

Iengo

1.453

1.415

4:0

2:2

Hackenjos Jens

Zeller

1.420

1.453

4:1

2:3

Jäckle

Schmieder

1.458

1.402

5:1

2:4

Morat

Weber

1.407

1.407

6:1

2:5

Rosenfelder

Bossert

1.464

1.374

7:1

3:5

Losch

Limberger

1.384

1.317

8:1

4:5

Hackenjos Rolf

Zeller

1.453

1.453

9:1

4:6

Hackenjos Jens

Iengo

1.420

1.415

( 10:1 )

5:6

Jäckle

Weber

1.458

1.407

( 11:1 )

5:7

Morat

Schmieder

1.407

1.402

( 12:1 )

5:8

Rosenfelder

Limberger

1.464

1.317

( 13:1 )

6:8

Losch

Bossert

1.384

1.374

( 14:1 )

7:8

           

Hackenjos J. / Rosenfelder

Iengo / Schmieder

2.884

2.817

( 15:1 )

8:8

 

 

Auf gut deutsch: laut TTR-Werten hätte das Spiel eigentlich mit einem klaren 9:1 für die Dritte enden sollen, herausgekommen ist aber letztlich ein schmeichelhaftes 8:8 nach 5:8-Rückstand.

 

Doch nicht nur der TTR-Wert führt oft in die Irre, auch die samstäglichen Aktivitäten einzelner TT-ler der Dritten sind manchmal schwer verständlich. So lieferte ein nicht namentlich genannter Spieler, der in der Hierarchie der Abteilung relativ weit oben steht, einen Verhinderungsgrund, der in 61 Jahren Abteilungs-Historie bisher noch nie zu verzeichnen war: besagter Spieler wollte lieber ein Handballspiel des TV St. Georgen live in der Rossberghalle anschauen, anstatt selbst an der Platte zu wirken! In Anbetracht der Tatsache, dass es Kameraden gibt, die selbst am Geburtstag der eigenen Kinder Omas + Opas, Patenonkel + Tanten, sowie aufgetischte Schweinelendchen im Speckmantel links liegen lassen, um seinen Mannschaftskollegen zur Seite zu stehen, wirkt dieses Verhalten zumindest befremdlich.

 

Umso schwerer wiegt dieser Affront aufgrund der Tatsache, dass Ersatzmann Morat seinen Schläger den kompletten Abend so behandelte, als sei er heiß und fettig. Am Ende eines irgendwie seltsamen Matches, an dem drei Spieler der Dritten völlig von der Rolle waren, zwei dagegen überragend ( Rosenfelder / Losch ), bleibt eine Punkteteilung, die keinem weh tut.