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Die Dritte auf Malle

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Bericht: Rolf Hackenjos                     

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Wenn Träume wahr werden…..

 

Es ist Samstag, 09.04.2016, ca. 16:10 Uhr; Ort des Geschehens: Baar-Sporthalle Donaueschingen. Der Tabellen-8. der Kreisliga Schwarzwald – SV Donaueschingen- trifft am letzten Spieltag auf Tabellenführer TV St. Georgen 3. In einem packenden Match lautet der Zwischenstand 7:6 für die Hausherren, Muscat gewinnt den ersten Satz gegen Fries klar mit 11:3. Fortsetzung folgt

Vier Wochen zuvor: Samstag, 12.03.2016. Die Dritte steht mit 28:2 Punkten souverän an der Tabellenspitze, drei Spiele stehen noch aus, auf Rang 2 folgt Tus Hüfingen 2 scheinbar abgeschlagen mit 21:7 Punkten. Da Hüfingen meist 9:0 oder 9:1 siegt, spricht das Spielverhältnis für Hirt&Co. Die Rechnung am 12.03. sieht daher für die Dritte ganz einfach aus: Sieg beim Tabellen-Dritten TTC Villingen ( Hinspiel: 9:2 für die Dritte ) und die Meisterschaft ist perfekt.

Soweit die Theorie – die Praxis: schnell führt Villingen 5:1, später 8:4; klar ist: die Meisterfeier muss warten. Immerhin erkämpfen sich die Jungs noch ein 8:8 – wer weis, wofür dieser Punkt noch gut ist.

Samstag, 19.03.2016: Showdown in der Rupertsberghalle gegen Verfolger Hüfingen 2 ( Hinspiel: 9:2 für Hüfingen ). Jeder ist sich darüber bewusst, worum es geht: um mindestens einen Punkt. Konzentriert geht die Dritte ans Werk, führt nach den Doppeln sensationell 3:0, nach dem vorderen + mittleren Paarkreuz 5:2. Da kann doch eigentlich nichts mehr schief gehen, oder? Doch, es kann: Endergebnis 9:5 für Hüfingen. Vorsprung vor dem letzten Spieltag: zwei Punkte; aber das schlechtere Spielverhältnis. Es fehlt immer noch ein Punkt zur Meisterschaft! Dann halt in Donaueschingen ( Hinspiel: 9:0 für die Dritte ).

Fortsetzung: das große Ziel entschwindet langsam aber sicher aus dem Bewusstsein, lähmendes, ungläubiges Entsetzen macht sich in den Köpfen und Händen der Dritten breit. Das kann doch wohl einfach nicht wahr sein……!!!! Genau das denken sich in einer Art mentalem Weckruf schließlich auch Nobs und Dunder und legen an den Platten auf einmal wie von der Tarantel gestochen los. Zur Freude der Mannschaftskameraden fegen die beiden ihre Gegner fortan ohne den Hauch einer Chance von den Platten und um 16:58 Uhr ist es soweit: 8:7 – es ist vollbracht!

3 Jahre zuvor: im April 2013 verpasst die Dritte die Meisterschaft hauchdünn um ein kleines Pünktchen zu Gunsten der DJK Villingen 4. Im direkten Duell gegen den Mitstreiter waren die Sektflaschen bei einer 8:4-Führung schon kalt gestellt, ein Sieg hätte ausgereicht, doch es sollte anders kommen.

Im Moment der größten Enttäuschung reifte schließlich der Plan, dem großen Ziel „Meisterschaft“ mit einem besonderen Motivationsschub nachzuhelfen. Mit dem Frustbier in der Hand klang es aus den Kehlen von Nobs & Co.: „Wenn wir es irgendwann tatsächlich schaffen sollten, dann fliegen wir nach Malle!“.

Diese so leicht dahin gesagten Worte gerieten im Laufe der Zeit langsam aber sicher in Vergessenheit; erst im April 2014 kam ein Erinnerungsschub – die Dritte musste sich zum zweiten mal in Folge mit der Vizemeisterschaft begnügen. Der „Malle-Schwur“ wurde bekräftigt; so richtig daran glauben wollte jedoch keiner. 2015 dann ein Mittelfeldplatz – das Thema „Malle“ war vorerst abgehakt. Bis zu jenem denkwürdigen 09.04.2016, als das sportliche Ticket für Malle gelöst wurde.

Ursprünglicher Start des Malle-Trips war für Freitag, 18. Juni 2016 um 19:57 Uhr an Gleis 1, Bahnhof St. Georgen geplant, wo Nobs, Rolf, Dunder, Stoffel und Andreas ( Jens traute sich nicht ) mit dem letztmöglichen Zug ( Zug = Rail to Fly ) bequem Richtung Stuttgart reisen wollten. Ankunft dort 22:42 Uhr, Flug TUI Fly ab Leinfelden-Echterdingen nach Palma 5:50 Uhr.

Dummerweise schaffte es die Deutsche Bahn leider nicht, den einen Zug, den die Dritte höchstens einmal im Jahr braucht, pünktlich um 19:57 Uhr nach St. Georgen zu rangieren. Stoffel´s wundersame Intuition, im Laufe des Spätnachmittags mal die DB-App anzuschmeißen, brachte schnell die Erkenntnis, dass die 20-minütige Verspätung des ersten Zuges zur Folge hätte, den Anschlusszug in Rottweil zu verpassen. Da es, wie bereits erwähnt, die letzte Anreisemöglichkeit des Tages Richtung Schwabenmetropole per Gleis war, sollte das Verpassen des Gefährts möglichst vermieden werden.

Aus diesem Grund zeigten sich Vater Rosenfelder und Braut Fries freundlicherweise bereit, die ersten 12 Kilometer der Reise per Auto zu absolvieren. Souverän in Villingen gelandet, stand es auch schon da, das Bummelbähnchen nach Rottweil. Es stand und stand, die Mannen der Dritten machten es sich im Abteil gemütlich – es stand weiter und nichts geschah. 5 Minuten nach offizieller Abfahrtszeit war plötzlich deutlich zu hören, wie der Lokführer sämtliche Antriebsgeräte zum Stillstand und die Reisegruppe zum Erschaudern brachte. Als schließlich von der 18-minütigen Zeitreserve ( für den nächsten Anschlusszug ab Rottweil ) 16 Minuten aufgebraucht waren, kamen erste Zweifel am praktischen „Rail to fly“ auf.

Da der Zug keinen Ton von sich gab und von Bahn-Personal absolut nix zu sehen war, startete Präsi Fries die Suche nach einem Männlein in dunkelblauer Bahn-Uniform. Der war dann zwar auch bald gefunden, aber mindestens genauso ratlos, wie die langsam aber sicher verärgerten Fahrgäste. Er nuschelte etwas wie „Türschließmechanismus defekt“, konnte bezüglich der weiteren Vorgehensweise aber keinerlei Hoffnung verbreiten.

Mit Blick auf den gnadenlos weiterlaufenden Minutenzeiger kam die nächste Erkenntnis wie ein Faustschlag: „Den Anschlusszug können wir vergessen“. Die erneute Kontaktaufnahme mit dem DB-Luschi entlockte diesem nur noch ein frustriertes „Ich weis nicht, ob ich die Kiste heut überhaupt noch zum laufen bring“. Ab da stand fest: es bedarf eines Plan B! Dank zahlreich vorhandener Smartphones kristallisierte sich schnell die Fahrt mit dem IC über Offenburg und Karlsruhe nach Stuttgart heraus; zeitlicher Mehraufwand: 2 Stunden. Also: Bahnsteigwechsel und ab in Richtung der Strecke mit den 32 Tunnels. Präsi Fries erkannte die Einzigartigkeit dieser Aktion: „Das ist das erste mal, dass ich mit dem Zug in St. Georgen ankomme und nicht aussteige“.

Die weitere Fahrt verlief völlig reibungs- und Verspätungs-los, wodurch die Ankunft am Stuttgarter Hauptbahnhof um 0:40 Uhr für späte Zufriedenheit bei den fünf Kameraden sorgte. Weniger zufrieden war man mit der Tatsache, dass sich die geplante 3-stündige Überbrückungszeit in „Sophies Brauhaus“ auf maximal eine Stunde dramatisch verkürzte. Offizielle Öffnungszeit dort bis 2:00 Uhr war auf der Homepage nachzulesen, gefühlt war dann aber selbst 1:02 Uhr viel zu spät. Mit einem Blick zwischen „Was wollt Ihr denn noch?“ und „Wir haben schon zu“ wurde die Truppe von einer aufgebrezelten Zicke „begrüßt“, was die Dritte jedoch nicht davon abhielt, um das wohlverdiente „Naturtrübe“ zu kämpfen. Der Zapfmeister sprach ein Machtwort, überstimmte die blöde Tusnelda und sorgte dafür, dass Punkt 1:14 Uhr endlich auf das Bevorstehende angestoßen werden konnte.

 

Sogar ein zweites Gläslein durften sie sich noch genehmigen, dann war endgültig Feierabend. So stapfte die Reisegruppe mit Trolley und glücklicherweise ohne Durst um 2:07 Uhr in die S2, wo sie sich gemütlich dem Flughafen näherte.

Kritisch wurde die Zeit zwischen 2:35 Uhr ( Ankunft Terminal 3 ) und 4:00 Uhr ( Beginn check-in ). Der Geist forderte Schlaf, der Körper forderte Stillstand und der Verstand forderte Wachbleiben. Mittels sinnloser Aktivitäten wie Luft-Tischtennis schafften sie es dann irgendwie, ihre müden Gebeine in Bewegung zu halten.

Mit dem check-in erwachten neue Lebensgeister, schließlich lagen nur noch vier Stunden zwischen Fußball-Bundesliga-Absteiger-Land und dem Epizentrum Spaniens. Andreas Jäckle, eigentlich Viel-Reiser und Flug-erfahren, meinte es am Körper-Scanner besonders gut, indem er neben seinem Gürtel gleich auch noch seinen goldenen Freundschafts-/Beziehungs- oder wie auch immer er ihn nennen mag-Ring ablegte. Zufrieden schaffte er den Durchgang ohne Piepser und wartete geduldig auf seine Sachen. Die kamen dann auch, zumindest alles, außer besagtem Ring. Seine Kameraden betrachteten den Vorgang aus sicherer Entfernung und waren begeistert über Andi´s Einsatz. Verzweifelt beschrieb dieser dem kompletten Flughafen-Bodenpersonal die emotionale Bedeutung des Verluststückes und durchwühlte hektisch Plastik-Box um Plastik-Box. Mittlerweile kam der gesamte Mallorca-check-in fast vollständig zum Erliegen; sämtliche Bediensteten, Urlauber und Facility-Fachkräfte suchten nach Andis Ring.

Nach einer gefühlten Ewigkeit schlurfte ein trauriger Andi vom Förderband hinaus in eine ungewisse  Zukunft ohne das Symbol seiner großen Liebe. Mit aufmunternden Worten wie „komm, trink erstmal einen“ konnten die Anderen seine Stimmung nicht wirklich optimieren  – war das vielleicht ein schlechtes Omen für den ganzen Trip? Wie aus heiterem Himmel dann die nicht mehr für mögliche gehaltene Durchsage, ein gewisser Herr Jäckle solle sich bitte bei der Flughafen-Polizei melden. Andi spurtete zurück und kam glückstrahlend mit dem Objekt seiner Begierde zurück – ein anderer Einchecker hatte das Teil gefunden und artig bei der Polizei abgegeben. Nun war jegliche trübe Stimmung beseitigt – es konnte losgehen.

Über den Flug gibt es nichts zu berichten, was der Rede wert wäre, außer dass Stoffel es nicht für nötig befand, sich ordentlich zu kleiden. In der Trainingsanzugshose bestieg er die TUI-Fly-Maschine, pfui! Ansonsten: keine Bordverpflegung, keine Turbulenzen, keine Schönheitskönigin als Sitznachbarin, kein Toilettengang. 8:00 Uhr – Landung in Palma de Mallorca.

Das Wetter: warm aber bewölkt, die Stimmung: wolkenlos. Nobs setzte gleich mal sein Kommunikationstalent beim Hoteltransfer-Busfahrer ein. In fehlerfreiem Deutschurlauber-Spanisch fragte er diesen, wie lange der Transfer zum Hotel dauere. Die Antwort gefiel Nobs überhaupt nicht: 1,5 Stunden. Grund: der Bus sei mit 50 Personen vollbesetzt, das Hotel „Kilimanjaro“ wird als fünftes von fünf angefahren; da es so angeblich die kürzeste Strecke für den Busfahrer ist. Wer Nobs kennt, der weis, Nobs kämpft. Sein Glück war, dass außer der Dritten noch keine anderen Gäste am/im Bus waren. Mit sanfter Stimme und drohendem Blick schaffte es Nobs tatsächlich, den Busfahrer davon zu überzeugen, dass es viel sinnvoller wäre, wenn dieser das „Kilimanjaro“ deutlich früher anfährt. Letztlich wurde es die Nummer 2, Transferzeit ca. 25 Minuten.

Um 9:15 dann der große Augenblick: Ankunft beim Hotel, welches für die nächsten zwei Tage vor allem als Gepäck-Ablade-Stelle dienen sollte.

 

Bereits im Vorfeld der Reise wurde lebhaft darüber gerätselt, was in einem spanischen Hochtourismus-Bezirk der Name „Kilimanjaro“ zu bedeuten habe. Da es keiner vom Hotelpersonal erklären konnte, hatte die Dritte ihre eigenen Definitionen: 1.) eine Wortmischung aus englisch und italienisch mit der Übersetzung: „Das Essen bringt Dich um“, 2.) „Wer hier absteigt, ist meist benebelt oder 3.)  „Im nächsten Urlaub lieber nach Afrika“. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Auf jeden Fall durften die Zimmer im „Kilimanjaro“ erst ab 13:00 Uhr bezogen werden, also in knapp 4 Stunden - blöd.

Nichtsdestotrotz drängte der Rezeptionist darauf, allen jetzt und sofort ein lila Armbändel mit schickem, weißem Schriftzug „Kilimanjaro“ ans Handgelenk zu tackern. Da Rolf diese Dinger noch nie mochte, erklärte er dem Herrn, dass a) kein „All Inclusive“ gebucht war und b) für das eine Frühstück wohl nicht so ein hässliches Bändel benötigt wird. In aller Seelenruhe erläuterte der Hotel-Paul dann zum allgemeinen Erstaunen, dass es überhaupt nichts mit der gebuchten Verpflegungsvariante zu tun habe, sondern eine wichtige Vorsichtsmaßnahme darstelle. Der Bändel dient insbesondere dem Ziel, dass ein Taxifahrer weis, wohin er jemanden fahren soll, falls dieser sturzbetrunken den Heimweg nicht mehr aus eigener Kraft findet. OK – kann man so stehen lassen.

Ohne viel Zeit zu verlieren, wurden die Koffer + die verschwitzen Jeans und Halbschuhe in den Hotel-eigenen „Kofferraum“ gestopft, nach Badeshort, Handtuch und Sonnenbrille gewühlt und ab ging es Richtung Strand. Kaum dort angekommen, waren schon die ersten beiden „nicht-hellhäutigen“ Warenanbieter zur Stelle, um sensationell günstige Plastik-Brillen, Bast-Hüte und Handtaschen anzupreisen. Nobs zeigte auch hier gleich beeindruckende Präsenz, weshalb dieser erste Versuch erfolgreich abgeblock werden konnte.

Im Angesicht des herrlichen Sandstrandes mit Palmen hatten sich alle Mühen aber so was von gelohnt.

Ein Gefühl von Glück und Vorfreude wich augenblicklich kräftigem Hunger und Durst, was mittlerweile mehr als berechtigt war. An einem lauschigen Plätzchen der Strand-Promenade, ca. 300 Meter vor Ballermann 01, entzückte die Einladung für ein „Very beautiful breakfest“. Dieses bestand logischerweise aus einem kräftigen Sandwich mit Schinken und Käse, sowie einem halben Liter „San Miguel Hell“. Das sind die Momente im Leben, wo es sich lohnt, noch nicht gestorben zu sein – einfach traumhaft.

Die Idylle wurde jedoch schnell gestört – von Helmut. Helmut ist einer von 763 Warenhändler am Ballermann; wie sich innerhalb der nächsten zwei Tage herausstellte, mit Abstand der Beste!

Seine Art, potenzielle Kunden auf unmissverständliche Weise davon zu überzeugen, dass sein Equipment für eine schöne Zeit auf Mallorca unverzichtbar ist, ließ in Windeseile jegliche Vorbehalte gegen Menschen mit Migrationshintergrund in der Sonne zerschmelzen. Dumm sind Helmut und Konsorten wahrlich nicht - Beispiel Brille: Herstellungskosten 0,12 €; Start-Angebot von Helmut: 10,00 € = Gewinnspanne: 833%. Erstes Opfer: Nobs. Der handelte zwar ordentlich runter, war aber noch nicht so ganz in Übung, was ihn dazu veranlasste, stolze 4,00 € für das Teil zu löhnen. Ertrag für Helmut: 333%, trotzdem Win-Win-Situation.

Helmut zog zufrieden von dannen, die Dritte war gestärkt und voller Tatendrang. Deshalb standen sie auf, gingen 15 Meter Richtung Strand und ließen sich dort glücklich in den weichen Sand fallen. Keine 30 Sekunden später standen die Schwester, die Schwägerin, der Großneffe, der Stief-Onkel und die Brieffreundin von Helmut auf der Matte: erstere hatte leckere Kokosnüsse, Melonen und kühles Bier anzubieten; die Schwägerin lockte mit den identischen Brillen wie Helmut, aber angeblich noch besserer Qualität; der Großneffe pries sein „Banana-Booooooot“ an; beim Stief-Onkel gab es Marihuana + Koks und die Brieffreundin schließlich wusste gar mit einer „Massaaasch“ zu überzeugen.

Von dieser Gastfreundschaft überwältigt, googelten die Jungs der Dritten erstmal tüchtig nach dem spanischen Wort für „nein“ und lehnten dankend die zahlreichen Dienstleistungen ab. Mittlerweile 32 Stunden ohne Schlaf zeigten sich teils heftige Ermüdungserscheinungen – so schnarchten die einen leise vor sich hin, während die anderen eine erste Annäherung ans kühle Nass wagten.

Wie es sich für ordentliche Deutsche gehört, startete um 12:55 Uhr der Rückzug gen Hotel, schließlich sollten die  teuer bezahlten Hotelzimmer nicht eine Minute ungenutzt bleiben. Doch 13.00 Uhr in Deutschland bedeutet halt nicht 13:00 Uhr in Spanien. Das Doppelzimmer war bezugsfertig, das Dreibettzimmer dagegen musste wohl noch von den Spuren der Vorbewohner befreit werden und war neu mit 14:30 Uhr terminiert. Also: alles Gepäck zunächst in das Doppelzimmer ( Dunder und Rolf ) rein, dann auf zur Hotel-Besichtigungs-Tour. Dort beschlich einen das Gefühl, dieses Hotel habe keinen ausgeprägten Respekt vor seinen Gästen. Vor jedem Zimmer war ein Schild angebracht, auf dem zu lesen war: „Sollte unser Reinigungspersonal in diesem Zimmer auf Erbrochenes stoßen, wird das Zimmer während Ihres Resturlaubes nicht mehr gereinigt. Zusätzlich haben Sie einen Aufpreis von 50,00 € zu leisten“.

Andreas und Rolf packten ihre Dritt- bzw. Viertschläger  ( bezahlt noch in D-Mark ) aus, denn in der Hotelbeschreibung war nachzulesen, dass tatsächlich eine TT-Platte inklusive ist. Erfreulicherweise stand diese unmittelbar neben dem Pool, der echt cool war.

Auf dem 9. Stock eines unschönen Hochhaus-Komplex glich die Poollandschaft einer urbanen Oase mit 100% „Gefällt mir“-Tendenz -  wären da nicht die lauten, vulgären anderen deutschen Gäste gewesen. Nun, die Dritte war noch so gut wie nüchtern, was sich aber schleunigst ändern musste;  wieder mit San Miguel, allerdings in Plastikbechern zu 1,40 € das Stück.

Auf Anhieb war die TT-Platte als solche nicht erkennbar, war sie doch –der prallen Sonne geschuldet- mehr gewölbt als eben, mehr weiß als blau und mehr klebrig als glatt. Erste Spielversuche scheiterten kläglich, da der Ball maximal 15 Zentimeter in die Höhe sprang, egal wie stark man ihn auf die Platte knallte. Immerhin herrschte Chancen-Gleichheit, auch deswegen, weil die Qualität der Platte sich sehr der Qualität der Schläger anpasste. Ideale Bedingungen also für ein Turnier zur Krönung des „Balearos Tenis de Mesa Maestro“. Als Modus wurde spontan das modifizierte Hacki-System auserkoren, welches wie folgt funktioniert: die ersten beiden Spieler, die sich aus ihren Stühlen erheben, dürfen starten, gespielt wird ein Satz bis 11. Der Sieger bleibt an der Platte, der Verlierer zieht einen Spieler seiner Wahl aus dem Stuhl. Das Ganze so lange, bis jeder Spieler mindestens einmal an der Platte war. Wer dann insgesamt gewonnen hat, wird entschieden, wenn es soweit ist………..

 

So schwer war es dann aber gar nicht, einen Gewinner zu erkennen – hier die Ergebnisse:

Rolf  - Dunder  11:6

Rolf – Andreas 11:9

Rolf – Stoffel   11:8 ( nach 1:6-Rückstand )

Rolf – Nobs     11:3

Pünktlich zum Turnier-Ende war es dann auch Zeit, Zimmer Nr. 2 ( Andreas, Nobs, Stoffel ) in Beschlag zu nehmen – ab da zunächst einmal Siesta-Time bis 17:00 Uhr.

Geduscht, frisch parfümiert und edel gekleidet im Atmungs-aktiven Meister-Shirt, drunter ein schicker, neuer Taillen-Safe  ging es zu Fuß in Richtung Ballermann.

Mittlerweile hatten sich die letzten Wolken gen Deutschland verzogen, das Meer glitzerte, die Dritte war bester Dinge. Ohne Plan ( wie meistens ) bogen die Kameraden in die Schinkenstraße ein und folgten intuitiv dem lauter werdenden Lärmpegel, sprich: „Bierkönig“. Was soll man als seriöser Deutscher zu diesem Schuppen sagen? Einfach grauenhaft!!!

Jegliches Klischee, welches dem Bierkönig zugeschrieben wird, stimmt absolut zu 100%. Angefangen bei der Musik: unterirdisch!!! Der anspruchsvollste Song, der während einer Stunde Anwesenheit zu erleben war ( so lange dauerte es, bis die Maß leer war ): „Es gibt kein Bier auf Hawai“. Die Lokalität: Fabrikhallenatmosphäre anno 1973 mit einem Fußboden, dessen Oberfläche bereits nach 30 Sekunden eine zusammengeschweißte Einheit mit den eigenen Schuhen bildet. Die Gäste: mindestens 85% hätten allergrößte Chancen, bei RTL 2´s „Frauentausch“ dabei zu sein. Nach dem Verzehr einer höchstens durchschnittlichen „Bierkönig-Curry-Wurst“ stand der Entschluss fest: „Nichts wie weg hier“. Auch die anderen Etablissements der Schinkenstraße wirkten eher verstörend, weshalb dieser Teil des Ballermanns schnell für alle Zeiten abgehakt war.

Bereits bei der Planung des Ausflugs wurde der „MegaPark“ mit höchster Priorität eingestuft, hatte doch ein Sparkassen-Kollege von Rolf diese Location zwei Wochen zuvor vier Tage lang am Stück vorgetestet und für gut befunden.

Schon der erste Eindruck von außen ist einfach überwältigend: eine Mischung aus moderner Ritterburg und Schalke-Arena ( mit ausfahrbarer Überdachung )! Ganz wichtig: Public Viewing at it´s best – sämtliche EM-Spiele werden auf 12 Großleinwänden + einem überdimensionalen Videowürfel über den Köpfen in TOP-HD-Qualität ausgestrahlt.

Egal, ob der Gast unten, oben, hinten, vorne steht, egal, ob er auf dem Klo seine Notdurft verrichtet, oder unter dem Tresen liegt, überall besteht beste Sicht auf das Fußball-Spektakel.

Jedem Leser dieses Berichts sei dringend empfohlen, einmal im Leben den MegaPark aufzusuchen – man muss ihn einfach erlebt haben. Die Musik: spitzenmäßig! Ein Gänsehaut-Song nach dem anderen: „Auf uns“, „Wir sind groß“, Football´s coming home“, „You´ll never walk alone“, „Viva la vida“, „Run boy run“ und, und , und………

Die Lokalität: top modern mit toller Licht-Show, gläserne Stege im oberen Bereich, fast wie ein „Skywalk“, über allem der tiefblaue Himmel, im unteren Bereich ein Pool in Lagunen-Form, und, und, und……….Die Gäste: ok, da passte der größte Teil der Dritten nicht wirklich ins Raster. 95% der Besucher zwischen 18-25 Jahre jung, halbnackt, überaus attraktiv, unfassbar gut drauf…….

Die Bergstädter machten es sich oben auf der Empore bequem, wo sie wunderbar das Treiben unten + das Gekicke in Frankreich bewundern konnten. Zum vollkommenen Glück fehlte eigentlich nur noch eins: was zum Trinken. Dieses Problem löste sehr charmant „Vierka“, die vermutlich mindestens schon mal unter den TOP 3 bei der Wahl zur „Miss Slovenia“ gelandet sein muss.

Zwar wäre es durchaus reizvoll gewesen, Vierka öfters in Anspruch zu nehmen, doch der praktische Nutzen einer 5-Liter-Biersäule zum selber zapfen war letztlich doch zu überzeugend.

 

Kaum stand die Säule auf dem Tisch, wurde sie selbstverständlich per whatsapp in die Heimat gepostet. Rolf´s Gattin antwortete sogleich: „Oh – ihr habt aber eine schöne Tisch-Deko“.

So vergingen die Stunden, Ronaldo verschoss einen Elfmeter, Vierka brachte Pizza und mehrere Biersäulen, nur leicht bekleidete Tänzerinnen bestiegen ihre Tische auf dem Dancefloor. Von oben gab es  den maximalen Überblick! Junggesellen-Abschiede kamen und gingen, ebenso Sport-Mannschaften, die meinten, sie hätten etwas Großes vollbracht; die Dritte blieb. Hätte ein Kreativpreis für originelle Bekleidung vergeben werden müssen, wäre die Entscheidung nicht schwer gefallen: bei den Junggesellen fiel eine Truppe auf, bei der der Bräutigam mit seinem Trauzeugen den ganzen Abend in einem riesigen T-Shirt zusammen, Haut-an-Haut verbringen musste; einfach großartig. Bei den Sportlern begeisterte ein Fußballverein mit dem T-Shirt-Aufdruck „Woche für Woche zu fünft im Training…“ ( vorne ), „…aber mit 18 Mann auf Malle“ ( hinten ).

Gegen 1:30 Uhr übermannte Rolf und Andreas schließlich die Müdigkeit, weshalb sie den Rückzug zum Kilimanjaro antraten ( den Bändel brauchten sie übrigens nicht ). Die drei „Jungen“ der Truppe hatten dagegen noch nicht genug und marschierten weiter ins „Oberbayern“. Trotz intensiver Nachfrage äußerten die drei sich nicht darüber, ob dort etwas geschah, was die Allgemeinheit interessieren könnte.

Am nächsten Morgen ( kurz vor 9:00 Uhr ) begrüßte Andreas seine beiden Zimmerkollegen am Frühstückstisch mit den Worten „Ich hab Euch heute Nacht gar nicht kommen hören“, was sehr erstaunlich anmutet – war Andreas doch Stunden vor den anderen ins Hotel zurückgekehrt und hatte den Zimmerschlüssel mit rein genommen.

Die Ausfallerscheinungen hielten sich in Grenzen, mit gesundem Appetit setzten die fünf beim Frühstück eine gute Grundlage für den zweiten Tag auf Malle. Auf dem Programm stand: Strand, Sonne, Meer, relaxen. Um die geschundenen Knochen nicht noch mehr zu belasten,  entschieden sich vier von fünf für Liegestuhl + Sonnenschirm, was einem weiteren Kollegen von Helmut stolze 36,10 € Ertrag einbrachte.

Gegen 11:00 Uhr zeigten sich bei Stoffel erste Symptome von Sonnenbrand, bei Nobs hingegen ein anderer Brand. „Zeit für ein Bier“ stellte er sachlich fest und wartete geduldig auf die Schwester von Helmut, die verlässlich alle 2 Minuten vorbeischlurfte. Nobs hob zwei Finger, „Gisela“ registrierte dies wohlwollend und in Windeseile ( maximal 4 Sekunden ) kramte sie zwei Dosen San Miguel aus ihrer Tasche. Innerhalb von weiteren 2 Sekunden entfernte sie die Verschlussringe, was einer Teilnahme bei „Wetten dass“ würdig gewesen wäre ( falls es die Sendung noch gäbe ). Nobs freute sich neben der Aussicht auf kühlen Gerstensaft auch auf ausreichend Wechselgeld für Zigaretten, weshalb er Gisela einen 20,00 €-Schein hinstreckte. Sie grinste „Thank you“ und übereichte Nobs feierlich ein 2,00 €-Stück. Wer schon mal die Floskel „Kinnlade runter“ gehört hat, konnte in diesem Augenblick die Bedeutung davon live erleben. Obwohl der Geldschein schon längst in den weiblichen Rundungen von Gisela verschwunden war, versuchte Nobs das Unvermeidliche noch zu verhindern. In scharfem Ton drohte er Gisela: „Du spinnst ja – se beer is zu teuer!“, doch die zuckte nur mit den Schultern: „Sorry – but the beer is open“. Die Gegenleistung, die man normalerweise bei solchen Bierpreisen von den anwesenden Damen erwarten darf, kam in diesem Falle übrigens nicht zustande. Geschmeckt hat´s Nob und Stoffel aber trotzdem.

 

Zu einem kleinen Trost verhalfen Nobs die Sonnenanbeter drei Liegestühle weiter östlich: diese waren so mutig, bei Gisela eine Kokosnuss + zwei Stücke Wassermelone zu ordern – Rechnung dafür: 30 €.

Rolf hatte sich zwischenzeitlich dafür entschieden, seinen Daheimgebliebenen als „Cremle“ und auch für sich selbst jeweils ein Exemplar der vielfach angepriesenen „Deutschland-Sonnenbrille“ mitzunehmen. Also war warten auf Helmut angesagt, denn ein anderer „Fliegender Händler“ kam auf keinen Fall in Frage. Tags zuvor schaute Helmut ungefähr 70 mal auf Stippvisite vorbei, also konnte es ja nur eine Frage der Zeit bis zu seinem nächsten Besuch sein. Es vergingen 5 Minuten, 10 Minuten, eine halbe Stunde – wo bleibt Helmut?

Man ahnt es schon: Helmut kam nicht. Wahrscheinlich war er in der Kirche, im Knast oder beim Geld zählen, auf jeden Fall blieb er abstinent. Der Zeithorizont für den Strand war bis ca. 17:00 Uhr abgesteckt, drum musste sich Rolf gegen 16:00 Uhr eingestehen: „Helmut is nich, ich will die Brillen aber trotzdem haben“. Bedeutet: Suche nach einem alternativen Vertriebspartner. Da Nobs bereits am Vortag praktische Erfahrung in Sachen Preisverhandlung gesammelt hatte, bat Rolf ihn um Unterstützung.

Die ersten beiden Brillenanbieter waren suspekte Typen; außerdem hatten sie ausgerechnet die Schwarz-Rot-Gelbe Brille nicht im Angebot – verflixt. Nummer drei erinnerte ein bisschen an Helmut – das war der richtige Mann. Stoffel und Nobs hatten sich ebenfalls für die Anschaffung eines Blendschutzes entschieden, was Rolf natürlich entgegenkam, schließlich sollte ein ordentlicher Mengenrabatt schon drin sein. Rolf´s unverrückbare Preisvorstellung: 15 € für 6 Brillen.

„Mohab“, so hieß die Vertretung von Helmut, zeigte sich von Beginn an stark Vertriebs-orientiert. Das geschilderte Anliegen – nämlich der Erwerb von 6 Brillen, die er gar nicht im Repertoire hat-  entlockte ihm ein geschäftstüchtiges „No problem“.

Rolf:      What price?

Mohab:  30 €uro

Rolf:      Keine Chance . I give you 15 €

Mohab:  No – give me 20 €

Rolf:      I said 15 €

Mohab: Tschüss – have a nice day!  ( Nobs und Rolf marschieren weg )

Mohab:  ( aus einiger Entferung ): Hey man, wait! ( kommt den beiden wieder näher )

Mohab:  OK Kollegas – you are good friends: 18 €

Nobs + Rolf zusammen: 15 € - not more

Mohab:  ( zeigt auf die Ufermauer ): Sit down and give me 15 minutes, please!

Nobs:     OK – we wait!

17 Minuten später: Mohab schlendert gemütlich daher, in der Hand ein  Karton

Mohab:  Look here – 6 sunglasses – 16 € ok?

Rolf holt den Geldbeutel raus und streckt Mohab 15 € hin

Mohab: You are no good friend ( übergibt Rolf die Schachtel mit den Brillen )

Und schon wieder war es Zeit zum Duschen und frisch machen für den MegaPark. Auf dem Weg dorthin lockte ein verführerisches Schild „Schnitzel Pommes Salat - 9,80 €“, welchem die Dritte nicht widerstehen konnte. Andi, der sich als einziger gegen das Schnitzel, aber für ein teuereres Steak entschieden hatte, kämpfte mit seinem zähen Fleisch. Die anderen vier genossen ihr zartes, wohlschmeckendes Schnitzel.

Satt und zufrieden führte der Weg ohne Umwege zum MegaPark, wo im Vergleich zum Samstag etwas weniger Publikumsverkehr herrschte.

 

Der Stimmung tat dies aber keinen Abbruch, ebenso wenig wie die traditionelle Biersäule, an die sich die Dritte mittlerweile gewöhnt hatte.

Später - nach Stunden auf dem harten Barhocker suchten Stoffel und Rolf etwas Bewegung; sprich: einmal Rundgang über die Empore. Auf der gegenüberliegenden Seite wurden die beiden lautstark von einer angeheiterten jungen Dame angesprochen, die fasziniert auf das Meister-Shirt von Stoffel starrte: „ A wa – ihr schbiele ja au Dischdennis!“

Sylvia war das Nesthäkchen einer ca. 15-köpfigen Vertretung des TTC Hegnach, einem 4.500-Einwohner-Städtchen zwischen Stuttgart und Ludwigsburg. Im weiteren Verlauf der Konversation stellte sich heraus, dass der TTC Hegnach in der abgelaufenen Saison mit sage und schreibe 6 Herren- und 3 Damenmannschaften am Start war, wovon 4 Mannschaften den Aufstieg schafften; nicht schlecht! Zu erfahren war von Sylvia auch noch, dass Mitte Juni in Hegnach jedes Jahr der angesehene „Schäfer-Cup“ stattfindet, für dessen 2017-Austragung sich Stoffel und Rolf wohl mündlich schon mal angemeldet haben dürften.

Mitternacht nahte, ebenso der Rück-Transfer zum Flughafen, der dummerweise schon auf 6:15 Uhr anberaumt war. Traurig nahmen die fünf einen letzten Schluck San Miguel und wanderten melancholisch den Ballermann zurück. Um die Rückkehr ins Hotel ( und damit gefühlt das Urlaubs-Ende ) noch etwas raus zu zögern, hieß es bei der am Wegesrand auftauchenden McDonalds-Filiale: Zwischenstopp. Leider gab es keinen „MacPaella“, womit die letzte Chance vertan war, in diesen zwei Tagen etwas Landes-Typisches einzunehmen.

Ebenfalls vorbei schien die Chance, eine berühmte Persönlichkeit auf Malle zu erblicken. Kein Jürgen Drews, keine Daniela Katzenberger-Cordalis, nicht einmal Jens Büchener  ließ sich an diesem Wochenende vor den Augen der Dritten blicken – eine gewisse Enttäuschung war nicht zu verbergen. Doch um 0:43 dann die Erlösung: just in dem Moment, da die Dritte den Mc Donalds betrat, trat aus diesem die weltberühmte Bodybuilderin „Cora“ ( bekannt aus der VOX-Serie Goodbye Deutschland ) heraus. Ein Hauch von Star-Atmosphäre wehte durch die Nacht!

Weiter ging der Rückweg. 100 Meter vor dem „Kilimanjaro“ fiel Rolf auf einmal ein, dass sein nächtlicher Heißhunger noch längst nicht gestillt war. Mit einem knappen „Ich brauch noch was zum essen“ vollzog er eine 180 Grad-Kehrtwende und düste von dannen. Stoffel erkannte glasklar, dass so ein alter Mann um diese Zeit nicht allein in dieser gefährlichen Gegend umherschweifen sollte und nahm umgehend die Verfolgung auf. Glücklicherweise duftete es schon nach wenigen Metern nach leckerer Pizza – die Gefahr wurde schnell gebannt mit einem Stück Margarita in der Hand.

Als Rolf endlich satt war, als die Zimmer ohne 50 €-Strafe geräumt waren, als der Flieger bei strahlendem Sonnenschein ohne Terrorist an Bord abhob und erst recht, als die Dritte in „Sophies Brauhaus“ mit einem finalen Bierchen dort abschloss, wo die Reise vor 60 Stunden richtig begann, da war der Traum von Malle erfolgreich in Erfüllung gegangen.

Falls der geneigte Leser sich jetzt frägt, was daran bitte so toll gewesen sein soll? Da waren die fünf Jungs auf einer wunderschönen Insel mit traumhaften Naturschönheiten und was machen sie den ganzen Tag? MegaPark und wahrscheinlich viel zu viel Alkohol.

Die Antwort: es war das Zusammenspiel einer harmonischen Truppe, die sich untereinander einfach gut leiden kann mit unzähligen kleinen highlights, die im Nachhinein ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

P.S. Traum-Update: Fußball-WM 2018, Halbfinale: Deutschland – Brasilien, Public Viewing im MegaPark……………