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TT-Ausflug Rüdesheim 2014


 

Bericht: Karl Theo Hess, Jens Hackenjos, Stephan Losch           


Am 19.07. startete endlich der TT-Ausflug 2014 nach Rüdesheim, welcher ausnahmsweise mal nicht von Rolf organisiert wurde, sondern von Stephan L., Jens, Jan und Theo. Sie wussten welches schwere Erbe sie antreten würden, da Rolfs legendäre Ausflüge nicht zu toppen sind.

Um 7:30 Uhr war Abfahrt in Richtung Rüdesheim. Unserm Busfahrer Theo vom Unternehmen Petrolli, der eigentlich ganz nett war, wurde gleich bewusst gemacht,  was für eine Gruppe er zwei Tage lang chauffieren würde. Zu seinem Entsetzen fing Jan schon während der Sicherheitsbelehrung an, Bier zu verteilen. Zum Glück wirkte sich dieser Vorfall nicht weiter auf das Verhältnis zwischen Busfahrer und Passagiere aus!

Unser Busfahrer bewies außerdem auch Qualitäten als Reiseführer. Bereits auf der Hinfahrt, als auch bei der Stadtführung in Heidelberg waren zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu sehen, zu denen er einige Informationen auf Lager hatte. Auf der Hinfahrt zu sehen waren zum Beispiel das Mainzer Fußballstadion, der Hockenheimring, und die Skylines einiger Großstädte.

Ein weiterer Höhepunkt der Hinfahrt war die Rast auf einem Autobahnparkplatz. Dort stand ein ausländisches, sehr altes Auto, welches vom Lack und von den Dallen her sehr heruntergekommen aussah. Außerdem waren die Reifen platt, der Kofferraum mit Gerümpel vollgestopft und ein altmodischer Koffer stand auf dem Vordersitz. Dem Anschein nach stand das Auto dort seit dem zweiten Weltkrieg. Rolfs geniale Idee war, eine Runde Jule, der Verlierer müsse sich 10 Minuten in das Auto setzen. Aus Angst jedoch, Fingerabdrücke zu hinterlassen, blieb es bei dem Gedanken, da Rolf irgendwo im Auto eine Leiche vermutete.

In Rüdesheim angekommen, startete das Programm mit einer kleinen Stadtführung,

welche uns auch durch die Drosselgasse führte.

Am Nachmittag, nachdem wir dann die Hotelzimmer bezogen hatten, fuhren bzw. wanderten wir dann den Berg hinauf zum Niederwalddenkmal. Von dort aus hatte man einen super Blick über die Gegend und auf den Rhein, welcher bei Rüdesheim Hessen von Rheinland-Pfalz trennt.

Anschließend fanden sich alle in einem Weingarten wieder, indem verschiedene Weine dieser Weinregion getestet wurden. Favorit war der heimische Riesling.

Am Abend dann kam der Programmpunkt auf uns zu, der lange geheim gehalten wurde. Das Gefangenenessen im Bollsje, einem ehemaligen Gefängnis für Steuersünder.

Unsere Reisegruppe wurde hier zusammen mit anderen Gruppen inhaftiert und annähernd wie Gefangene behandelt. Anfangs wurde jedem Häftling einen Gefangenenausweis ausgestellt, wo unter anderem einen Fingerabdruck beinhaltete.

 

 

Es gab neben Häftlingskleidung auch gefängnisähnliches Geschirr, wobei es nur einen Holzlöffel als Besteck gab,

ein tolles Programm von Anklage über Gesangscontests, Einzelhaft oder Sammelhaft,

 

strenge Regeln z.B. bezüglich des Klogangs, Freigang, aber natürlich auch Flatrate Essen und Trinken.

Unsere Gruppe zeigte an diesem Abend stimmungsmäßig eine Weltklasse Leistung wie eine Woche zuvor die deutsche Elf. Manch ein Siegerlied wurde an diesem Abend noch einmal angestimmt, sodass es wirkte als ob das Endspiel an diesem Abend gewonnen wurde.

 Von den anderen Gruppen war im Vergleich zu uns kaum etwas zu hören. Allen voran Florian, Jan und Christoph heizten die Stimmung ordentlich an, sodass aus dem Abend eine fette Party wurde.

Da wir um viertel nach zehn schon aus der Bollesje herausgeschickt wurden, war klar, der Abend ist noch jung. Somit zogen wir mit der Hoffnung durch die Stadt, einen Club zu finden, in dem annähernd gleiche Stimmung herrschte. Zu unserer Enttäuschung fanden wir nicht einmal in der bekannten Drosselgasse einen angemessenen Laden und auch in der Umgebung hatten die meisten Läden schon dicht, obwohl es Samstagabend war. Auch der Geheimtipp „Dudelsack“ konnte leider nicht mehr gefunden werden. So machten sich die meisten schon auf den Weg zur Unterkunft, nur ein paar wenige zogen nochmal los.

Die Unterkunft erwies sich gegen alle Erwartungen als kein Fünf-Sterne-Hotel. Vor allem die schlechte Luft, die Spinnenreichheit und die schmalen Betten zogen mindestens drei Sterne ab. Für eine Nacht jedoch war es völlig ausreichend.

 

Am zweiten Tag fuhren wir dann nach Heidelberg.

Eine 40-minütige Schifffahrt und eine kleine Stadtführung mit unserem Busfahrer schlossen unser offizielles Programm. Nach mehreren Stunden Freizeit, in der wir eine Brauerei zur Stärkung besuchten und das schlechteste Bier aller Zeiten tranken, stand unser Bus dann bereit zur Rückfahrt. Als wir losfuhren klingelte Jan‘s Handy, Matze war dran und fragte freundlich, ob wir ihn nicht mitnehmen wollen. Nachdem dann auch der Letzte aufgeladen war, fuhren wir zurück in die Heimat.

An dieser Stelle vielen Dank an alle, die am Ausflug teilgenommen haben, obwohl im Vorfeld ein Teil des Programms noch verheimlicht wurde. Danke für zwei grandiose Tage!

Euer Organisationsteam