A+ R A-

Baden-Württembergische Einzelmeisterschaften Mädchen U18 2013




Bericht: Dirk Morat                             


Baden-Württembergische Einzelmeisterschaften der Mädchen U18

7./8. Dezember 2013 in Ettlingen

Nachdem Natalie Obergfell in Waldkirch Südbadische Meisterin der Mädchen U18 wurde und Marina Geiger im selben Wettbewerb auf Platz 3 landete, hatten beide das Ticket zu den Landesmeisterschaften in Ettlingen sicher.

Für Marina die erste Einzelmeisterschaft in Baden-Württemberg, für Natalie der erste Auftritt in der U18-Klasse. Dabei trafen beide auf die erwartet starke Konkurrenz.

Doppel:

In der ersten Runde hatten es die beiden mit dem Doppel Knochenhauer/Hörndl (Neckarsulm/Weinheim) zu tun und waren dabei nicht in der Favoritenrolle. Ungeachtet dessen landeten sie  einen 3:0-Erfolg und sicherten sich damit den Viertelfinaleinzug. Gegen die stark einzuschätzenden Ziegler/Mozler (TSV Herrlingen) lieferten die St. Georgener Mädels dann einen ausgeglichenen Kampf bis zum Stand von 1:1 und 6:6, danach setzte sich jedoch die größere Aggressivität der Herrlinger durch. Somit steht ein Viertelfinaleinzug zu Buche, der sich absolut sehen lassen kann.

Einzel:

Marina startete gegen die an Nr. 3 gesetzte Natalie Bacher (VfL Sindelfingen) und die Favoritin musste ihr ganzes Können aufbieten, um letztlich mit 3:1 die Oberhand zu behalten. Im folgenden Spiel gegen Jana Scholer (TSV Altenburg) ging es dann für Marina bereits um die letzte Chance auf den Endrundeneinzug. Ganz im Gegensatz zum letzten Duell der beiden, als Marina klar mit 0:3 unterlag, entwickelte sich ein spannendes Spiel das Marina letztlich aber leider im fünften Satz nach hohem Rückstand nur knapp mit 8:11 verlor. Der Endrundeneinzug war damit nicht mehr möglich und im dritten Spiel gegen Laura Dengel (TTC Kronau) war die Luft raus. Marina unterlag mit 0:3 und blieb damit ohne Einzelerfolg in einer jedoch stark besetzten Gruppe.

Natalie hatte im Gegensatz zu Marina im ersten Gruppenspiel mit Cara Fluhr (SG Aulendorf) eine machbare Aufgabe, die sie souverän mit 3:0 meisterte. Mit der Aussicht im letzten Gruppenspiel auf die Schülerinnen-Nationalspielerin Luisa Säger (TTC Weinheim) zu treffen, war aber auch für Natalie das zweite Spiel bereits entscheidend für den Einzug in die Endrunde. Gegen Annika Hertkorn (TTC Mühringen) lag sie dabei anfangs 0:1 und 4:8 zurück, kämpfte sich aber mit stark verbessertem Rückschlag zurück ins Spiel und gewann letztlich mit 3:1. Der Endrundeneinzug war damit geschafft und im letzten Spiel gegen Luisa Säger zeigte Natalie tolles Tischtennis, war aber beim 0:3 chancenlos. Auch im Achtelfinale gegen Natalie Bacher war für Natalie nichts mehr zu holen, aber bei ihrem ersten Auftritt im U18-Jahrgang konnte sie direkt die Endrunde erreichen und war (gemeinsam mit Jasmin Wolf/Marina Zimmermann) die zweitbeste Südbadenerin hinter Linda Röderer.

Nun noch eine Randnotiz zum Thema „Dumm gelaufen“. Gäbe es in dieser Kategorie einen Oscar, Nicole Mezker von der DJK Villingen wäre die heißeste Anwärterin (und hat damit sogar Lasse Barth verdrängt, vgl. BW-RLT Jungen U18, Juni 2013). Nicole gewann in Ettlingen in der Vorrunde ihr zweites und drittes Einzel und war damit sicher für die Endrunde qualifiziert.

Ganz sicher? Fast... Vor dem letzten Einzel wurde ihr niegel nagel neuer (im Fachhandel erworbener) Schläger einer Schlägerkontrolle unterzogen. Die Länge der Noppen betrug dabei 2,05mm anstatt der max. zulässigen 2,04mm. Ein eklatanter Regelverstoß, sie muss also das Spiel mit dem Ersatzschläger bestreiten, der erst nach Beendigung des Einzels getestet wird. Sie gewinnt das Spiel, aber auch der zweite Schläger fällt durch – Wertung 0:3. Allein das hätte aber noch nicht das Vorrunden-Aus bedeutet, jedoch erschien eine Spielerin der Gruppe nicht mehr zum dritten Einzel an Tag 2. Gegen diese Spielerin hatte Nicole gewonnen, ihre direkte Konkurrentin aber verloren. Durch das Nicht-Erscheinen wurden nun alle Ergebnisse dieser Spielerin annulliert, und Nicole’s Vorteil war dahin. Zwei Siege sportlich erspielt – am Ende ohne irgendwas nach Hause gefahren. Bitterer geht’s kaum.