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DJK Singen – TV St. Georgen 31:29 (14:10)

  • 26 Feb

Nach zuletzt konstanten Auftritten der Bergstädter, mit wichtigen Punktgewinnen, geistert nun nach der Niederlage beim abgeschlagenen Tabellenletzten wieder das „Abstiegsgespenst“ über dem Roßberg. Nach einer desolaten Leistung verhalf der TVS den Hegauern zu ihren Pluspunkten drei und vier in dieser Saison.

Von Beginn an war bei den Gästen der Wurm drin. Mit stark dezimiertem Kader, man hatte gerade einmal einen Auswechselspieler zur Verfügung, gelang den Gästen an diesem Abend nicht viel. Teilweise traten die St. Georgener leicht arrogant gegen das Schlusslicht auf. Gerade beim Torabschluss ließ der Favorit die benötigte Konsequenz oft vermissen. Im Gegenzug witterte die DJK ihre Chance.

In der Abwehr fanden die Schwarzwälder nicht zu gewohnter Stärke. Zu oft unterlag man im direkten Eins gegen Eins. Aus dem Rückraum passierte auf Seiten der Gastgeber nicht viel. Immer wieder tauchten die Gastgeber frei am Kreis auf und verwerteten ihr Torchancen konsequent.

Ganz anders die St. Georgener. Reihenweise wurden selbst klarste Torchancen leichtfertig vertendelt. So sah man sich zur Halbzeitpause einem verdienten 10:14 Rückstand gegenüber.

„Wir haben von Beginn an nicht ins Spiel gefunden. In der Abwehr standen wir im direkten Eins gegen Eins sehr schlecht und haben Singen somit viele freie Würfe vom Kreis oder Außen ermöglicht“, war Werner Heidig mit der Leistung seiner Mannschaft in den ersten 30 Minuten nicht zufrieden.

Nach der Pause schien es zunächst so, als hätte die Pausenpredigt von Heidig gewirkt. Die St. Georgener steigerten sich und konnten den Rückstand schnell auf 13:14 verkürzen.

Doch wer glaubte, dass sich das Spiel nun drehen würde, der sah sich getäuscht.

Als ob jemand wieder den Schalter umgelegt hätte, verfiel der TVS wieder in das Muster aus der ersten Halbzeit.

Mehrmals hatten die Gäste die Möglichkeit das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen, doch man scheiterte immer wieder an den eigenen Schwächen.
Nicht der Gegner bereitete den Bergstädtern die großen Probleme, sondern man selbst. Immer wenn man sich wieder heran gekämpft hatte, vergab man kurz darauf wieder klarste Tormöglichkeiten. Selbst insgesamt sechs Siebenmeter blieben über das gesamte Spiel ungenutzt.

Am Ende kam es wie es kommen musste: die DJK schaffte die faustdicke Überraschung und gewann gegen den TVS mit 31:29. An diesem Abend ist dieser Sieg mit Sicherheit verdient.

„Vielleicht hatten wir, mich nicht ausgenommen, das Spiel im Kopf bereits vor dem Anpfiff gewonnen. Das Spiel dürfen wir nie und nimmer verlieren. Unsere Chancenauswertung war katastrophal“, war Heidig nach dem Schlußpfiff maßlos enttäuscht.

Am kommenden Wochenende erwarten die Bergstädter nun ausgerechnet den unangefochtenen Tabellenführer TV Herbolzheim auf dem Roßberg.

Die Torschützen für den TVS:
Stefan Trunk (8), Lukas Holzmann (6), Niclas Grießhaber (5), Jan Holzmann (4), Bernhrad Lobmeier (3), Jonas Herrmann, Jan Linhard, Paul Aßfalg (je 1)