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TV St. Georgen - TSV Alem. Zähringen 26:26 (9:13)

  • 15 Dez

Die bisher weiße Heimweste hat ihren ersten Fleck abbekommen. Im Kellerduell kamen die Gastgeber dabei mit einem riesig großen blauen Auge davon.


Die Ausgangslage für beide Mannschaften war klar: es zählte nur ein Sieg.
Es schien so, als ob die Gäste, die zwei Punkte hinter den Bergstädtern lagen, sich der Ausganglage besser bewusst waren.
Nach langen Verletzungspausen endlich in Bestbesetzung angetreten, wiesen die Breisgauer den TVS von Beginn an in die Schranken. Die Abwehr der Alemannia ging aggressiv zu Werke und stellten die Angreifer der Gastgeber vor große Probleme. Doch dies war nicht genug. Hatten sich die St. Georgener dann in Wurfposition gebracht, scheiterten sie immer wieder am gutaufgelegten Gäste-Torhüter Fabian Krepper.
Im Gegenzug nutzten die Breisgauer ihre Torchancen eiskalt aus. So führte die Alemannia schnell mit 4:1. Wer nun auf eine Trotzreaktion der Gastgeber hoffte, der wartete vergebens. Es schien, als wäre der Tabellenneunte nervös. Vergebene Torchancen, Abspielfehler,…brachten die Gäste immer wieder leicht in Ballbesitz. Die Breisgauer dominierten weiterhin das Geschehen und zogen verdient auf 11:4 davon. Nach einer Auszeit und drei Überzahlsituation konnten die St. Georgener den Rückstand bis zur Pause noch auf 9:13 verkürzen.
„Was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben war unterirdisch. Einfache Fehler, klarste Torchancen wurden ausgelassen,…“ war Werner Heidig mit der Leistung seiner Mannschaft absolut nicht zufrieden.
Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts schien es zunächst so, als hätte Gäste-Trainer Vossler die richtigen Worte in der Kabine gefunden. Die Alemannia kam erneut frischer aus der Kabine und baute den Vorsprung wieder aus. Die Bergstädter waren zwar bemüht den Rückstand zu verkürzen, scheiterten dann jedoch immer wieder an den eigenen Nerven.
Bis Mitte der zweiten Halbzeit rannten die St. Georgener einem fünf-Tore-Rückstand hinterher. Das Spiel wurde nun aggressiver. So mussten die Gäste immer wieder in Unterzahl agieren. Nun witterten die Gastgeber wieder etwas Morgenluft. Durch die Überzahlsituationen verkürzte der TVS den Rückstand auf drei Treffer.
Mit einer sehr jungen Mannschaft ließ Heidig in der entscheidenden Schlußphase spielen. Doch die Mannschaft belohnte ihren Trainer mit dem Risiko. Durch großen Einsatz und Kampfeswillen brachten sie den TVS immer näher an die Gäste heran. Nun war auch das Publikum da und unterstützte die Mannschaft lautstark. Die Halle stand Kopf als gut zwanzig Sekunden vor Schluss der 26:26 Ausgleichstreffer viel. Der letzte Angriff der Gäste brachte nicht mehr ein.
„Es ist ohne Frage ein mehr als glücklicher Punktgewinn. Doch die Mannschaft wurde am Ende für Ihren Einsatz und Kampfeswill in der zweiten Halbzeit belohnt“, so ein überglücklicher Heidig nach dem Spiel.
Der Punktgewinn war für die Bergstädter aufgrund der restlichen Ergebnisse Gold wert. Am kommenden Samstag gastiert man zum Derby bei der SG Schramberg.


Die Torschützen für den TVS:
Manuel Bürk (7), Jonas Hildebrand (5), Stefan Trunk (5/1), Jonas Herrmann (3/2), Jan Holzmann, Jan Linhard (je 2), Lukas Holzmann, Bernhard Lobmeier (je 1)