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HG Müllheim/Neuenburg – TV St. Georgen 32:27 (15:16)

  • 15 Dez

 Es bleibt dabei: Die St. Georgener können in fremder Halle einfach nicht punkten. Dabei begannen die Schwarzwälder das richtungweisende Spiel beim Tabellennachbarn konzentriert und warfen eine 7:3-Führung heraus. Grundstein hierfür war eine gute Abwehrarbeit. Immer wieder wurden die Gastgeber zu Fehlern gezwungen. „In dieser Phase haben wir unsere Taktik konsequent umgesetzt und das Spiel in der Hand gehabt“, war St. Georgens Trainer Werner Heidig zu diesem Zeitpunkt mit der Leistung seiner Mannschaft noch zufrieden.

 

Die Gastgeber reagierten auf die Dominanz der Bergstädter und nahmen bereits nach zwölf Spielminuten eine Auszeit. Doch die Gäste ließen sich durch die Unterbrechung nicht aus dem Konzept bringen und führten nach knapp 20 Spielminuten verdient mit 12:7. Es schien zu diesem Zeitpunkt so, als könnte der Auswärts-Knoten bei den Gästen endlich platzen. Doch die Gastgeber stellten ihre Abwehr um, wurden offensiver und provozierten so Fehler der St. Georgener. Der komfortable Vorsprung schmolz bis zur Halbzeitpause auf 16:15.

Die doppelte Unterzahl hatte ihre wirkliche Auswirkung erst zu Beginn des zweiten Durchgangs. Mit vier Treffern in Folge übernahmen die Gastgeber zunächst die Führung und brachten sich gleichzeitig auf die Siegerstraße. Die Gäste kamen durch diesen Rückschlag nicht mehr auf die Beine. Als erneut zwei St. Georgener nahezu zeitgleich auf die Strafbank mussten, war das Spiel entschieden. Müllheim zog bis Mitte der zweiten Halbzeit auf 25:20 davon. Die Bergstädter versuchten zwar noch einmal alles, scheiterten aber selbst mit klaren Torchancen am überragenden HG-Torhüter Björn Freese. Im Angriff war es vor allem Stephan Fünfgeld, der die Gäste-Abwehr mit insgesamt zwölf Treffern gehörig durcheinander wirbelte. Am Ende traten die St. Georgener mit einer bitteren 27:32-Pleite die Heimreise an.

„Es ist wirklich schade. Wir waren die bessere Mannschaft und wurden durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen um den verdienten Lohn gebracht. Die doppelten Unterzahlsituationen haben uns das Genick gebrochen“, war Heidig über das Ergebnis enttäuscht. Da die Konkurrenz im hinteren Tabellendrittel ebenfalls nicht punkten konnte, kommt es am kommenden Samstag gegen Freiburg-Zähringen zum absoluten Schlüsselspiel. Eine weitere Niederlage bedeutet für die Bergstädter den endgültigen Sturz in Richtung Tabellenkeller.

Torschützen für St. Georgen: Jonas Hildebrand (7), Manuel Bürk (5), Jan Holzmann, Jonas Herrmann (je 3), Stefan Trunk (3/2), Thomas Jantzen, Bernhard Lobmeier (je 2), Lukas Holzmann (1/1), Jan Linhard (1).