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TV Herbolzheim – TV St. Georgen 31:21 (12:13).

  • 15 Dez

Eine deutliche Niederlage kassierten die Bergstädter beim Meisterschaftsfavoriten Herbolzheim. Dabei waren die Gäste, die ohne Manuel Bürk, Jan Holzmann und Thomas Jantzen antreten mussten, im ersten Durchgang mindestens gleichwertig.

 

Beide Mannschaften begannen sehr konzentriert. Die Abwehrreihen standen gut und im Angriff wurden die Torchancen konsequent genutzt. Nach acht Minuten stand es 3:3 Unentschieden. In der Folgezeit setzten sich die Gäste etwas ab und führten Mitte der ersten Halbzeit verdient mit zwei Toren. Als die St. Georgener in Unterzahl gerieten, erzielten die Hausherren drei Treffer in Folge und führten mit 8:7. Doch die St. Georgener ließen sich nicht verunsichern und gingen mit einer knappen 13:12-Führung in die Pause. St. Georgens Trainer Werner Heidig war mit der Leistung in der ersten Halbzeit sehr zufrieden. „Wir haben in der Abwehr gut gespielt und im Angriff kaum Fehler gemacht. Das war die beste Halbzeit, seit ich das Amt in St. Georgen übernommen habe.“

Beide Mannschaften kamen wie ausgewechselt aus der Kabine. Dies traf bei den Gästen jedoch im negativen Sinne zu. Es schien, als hätte Herbolzheims Trainer Brandstaeter in der Halbzeit die richtigen Worte und die richtige Taktik gefunden. Die Gastgeber nahmen TVS-Spielmacher Jonas Herrmann nun durch eine Manndeckung an die kurze Leine. Diese Umstellung zeigte schnell Wirkung. Die Gäste waren im Angriff plötzlich total von der Rolle. Fehler durch überhastete und unvorbereitete Würfe waren die logische Folge. Dies spielte Herbolzheim in die Karten. Innerhalb weniger Minuten erzielte der TVH sieben Treffer in Folge und führte 19:13. Dies war bereits nach 40 Spielminuten die Vorentscheidung.

Die Gäste fingen sich in der Folgezeit wieder, doch durch den kleinen Kader fehlten Heidig im zweiten Durchgang die Alternativen zum Wechseln. Am Ende stand eine deutliche 21:31 Niederlage. „Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt. Im zweiten Durchgang sind wir zu Beginn mit der Manndeckung nicht klar gekommen. Wären diese zehn Minuten nicht gewesen, wäre vielleicht auch mehr drin gewesen. Die Höhe der Niederlage spiegelt den Spielverlauf nicht wider. Zusätzlich wurde die teilweise harte Gangart von den Schiedsrichtern zu wenig geahndet“, kommentierte Heidig die Niederlage.

 Die Torschützen für St. Georgen: Jonas Herrmann (7/4), Jonas Hildebrand (4), Bernhard Lobmeier, Jan Linhard (je 3), Patrik Papke (2), Stefan Trunk, Tobias Papke (je 1).