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HSG Konstanz II - TV St. Georgen 30:29 (15:17)

  • 15 Dez

Auch nach dem zweiten Auswärtsspiel bleiben die Bergstädter ohne Punkte in der Fremde. Dabei war der TVS in der vergangenen Saison noch das stärkste Auswärtsteam der Liga.


Gegen den Aufsteiger setzte es am Ende eine unnötige Niederlage. TVS-Trainer Werner Heidig sah über 45-50 Minuten ein gutes Spiel seiner Mannen, dies reichte jedoch nicht um etwas Zählbares zu holen. Unter anderem auch, weil Spielmacher Jonas Herrmann, neben Thomas Jantzen, ausfiel.

Zu Beginn entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, in der die Drittliga-Reserve mit 3:1 führte. In der Folgezeit kamen die Schwarzwälder besser ins Spiel und holten den Rückstand schnell auf. Bis Mitte der ersten Halbzeit pendelte die Führung immer hin und her.
Von nun an nahmen die St. Georgener das Heft etwas in die Hand und erspielten sich eine verdiente 14:11 Führung. In Überzahl hatten die Gäste sogar die Möglichkeit den Vorsprung weiter auszubauen. Doch durch Unkonzentriertheiten der Bergstädter verkürzte die HSG plötzlich auf 13:14.

In der Schlussphase des ersten Durchgang ließ sich der TVS jedoch nicht aus dem Konzept bringen und baute die Führung schnell wieder auf 17:14 aus. Bis zur Halbzeitpause verkürzten die Gastgeber noch auf 15:17.

„Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt. Lediglich die eine Überzahlsituation, wo wir auf 16:11 davon ziehen müssen, dann aber den 13:14 Anschlusstreffer kassieren, war nicht gut“, so Werner Heidig.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs konnte der TVS seinen Vorsprung von zwei bis drei Toren verteidigen. Alles sah nach einem Sieg für die Gäste aus. Doch die junge HSG-Truppe steckte nicht aus und versuchte im Spiel zu bleiben. Ein Knackpunkt im Spiel war die Phase zwischen der 41. - 49. Spielminute.

Die St. Georgener führten völlig verdient mit 24:21. Als kurz nacheinander Manuel Bürk und Stefan Trunk mit einer Zweiminutenstrafe auf der Bank platznehmen mussten, witterten die Gastgeber Morgenluft.
Mit fünf Treffern in Folge drehte Konstanz das Spiel und die Schwarzwälder sahen sich plötzlich einem 24:26 Rückstand gegenüber.
Doch die Gäste bewiesen Moral und glichen zunächst zum 26:26 aus, um kurz darauf selbst wieder mit 27:26 in Führung zu gehen. In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.

Beide Mannschaften spielten auf Sieg. Dabei übertrieben es die St. Georgener jedoch. Durch planloses Anrennen und unnötige Abschlüsse im Angriff brachte man die Gastgeber auf die Siegerstraße. Als die HSG wenige Minuten vor dem Ende auf 30:28 davon zig, war dies die Entscheidung.
Dem TVS gelang lediglich noch der Anschlusstreffer. Am Ende standen die St. Georgener nach der unnötigen 29:30 Niederlage mit leeren Hände da.

„Wir haben, vor allem in der Schlussphase, im Angriff planlos und hektisch gespielt. Hier hat Jonas Herrmann an allen Ecken und Enden gefehlt. In der Abwehr war die Leistung im Eins gegen Eins nicht wirklich gut, wir haben zu viele Siebenmeter bekommen“, war Heidig nach der knappen Niederlage enttäuscht.

Torschützen für den TVS:
Manuel Bürk, Bernhard Lobmeier (je 6), Stefan Trunk (6/3), Jonas Hildebrand, Jan Holzmann (je 2), Patrik Papke, Tobias Papke (je 2), Lukas Holzmann (1)