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H1: HSG Freiburg - TV St. Georgen 30:25 (12:7)

  • 13 Mär

Die Rahmenbedingungen für das Spitzenspiel passten. Gut 250 Zuschauer, darunter auch 80 mitgereiste Schwarzwälder, in der gut gefüllten Gerhard-Graf-Halle sahen eine spannende und umkämpfte Begegnung. Auch die Stimmung von den Rängen war einen Spitzenspiels würdig.


Durch den Sieg konnten die Gastgeber den Rückstand auf Tabellenführer St. Georgen auf zwei Zähler verkürzen. Somit bleibt es weiterhin spannend im Aufstiegsrennen.

Während die Bergstädter nervös und unkonzentriert begannen, zeigte die HSG im ersten Durchgang eine gute Leistung. Von Beginn an standen beide Abwehrreihen im Mittelpunkt. Diese machten es den Angriffsreihen nicht leicht zum Torerfolg zu kommen. Vor allem die St. Georgener taten sich gegen die gut stehende HSG-Deckung sehr schwer und trafen oft die falsche Entscheidung. Die resultierenden Ballverluste nutzte der Tabellenzweite eiskalt und konnte durch schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff einfache Tore erzielen und sich bis zur achten Spielminute eine verdiente 4:1 Führung herausspielen. Dann kam die stärkste Phase der St. Georgener in der ersten Halbzeit. Durch gute Abwehrarbeit und einige Ballgewinne konnte zwischenzeitlich zum 4:4 ausgeglichen werden. Doch in der Folgezeit verlor der Tabellenführer im Angriff wieder komplett den Faden. Überhastet wurde gegen die gute HSG-Defensive versucht den Torabschluss zu erzwingen. So zogen die Breisgauer bis zur 20. Spielminute wieder auf 10:5 davon. Diesen Vorsprung verteidigten die Gastgeber bis zur 12:7 Halbzeitführung. „Wir haben im Angriff nicht ins Spiel gefunden. Viele technische Fehler und auch Fehlwürfe gehabt. Freiburg hat dies eiskalt ausgenutzt. So mussten wir früh einem deutlichen Rückstand hinterherlaufen“, so ein unzufriedener TVS-Trainer Jürgen Herr.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs lief der Angriffsmotor der Schwarzwälder besser. Bis zum 13:15 in der 38. Spielminute konnte der TVS innerhalb von acht Minuten fast so viele Treffer erzielen wie in der gesamten ersten Halbzeit. Das Spiel war nun plötzlich wieder offen. Die Gäste arbeiteten sich Tor um Tor heran. Doch immer wenn man auf Tuchfühlung war, leistete man sich in der Folge wieder Unkonzentriertheiten im Angriff. So auch Mitte der zweiten Halbzeit, als beim zwischenzeitlichen 17:18 Anschlusstreffer das Spiel zu kippen drohte. Doch erneut verteilte man Gastgeschenke und lud die HSG zu Kontern ein. So lag man plötzlich wieder mit 17:21 zurück. Dies war bereits die Vorentscheidung. Zwar konnte der Tabellenführer in der 53. Spielminute nochmals auf 20:23 verkürzen, doch mehr war an diesem Abend gegen einen starken Gegner einfach nicht drin. Auch weil die Gäste in der Schlußphase auch immer wieder in Unterzahl agieren mussten. So gewann der Tabellenzweite am Ende verdient mit 30:25 und stellt den Anschluss an den TVS wieder her. „Wir haben heute im Angriff unsere Leistung nicht abrufen können, haben zu viele Fehler gemacht. Gegen die gute HSG-Defensive haben wir uns schwer getan gute Wurfsituationen herauszuspielen. Am Ende ist der Sieg für Freiburg völlig verdient, weil sie heute einfach weniger Fehler gemacht haben“, so ein enttäuschter Jürgen Herr.

Kommende Woche empfangen die St. Georgener mit dem TV Ehingen den wiedererstarkten Tabellensechsten auf dem Roßberg.

Für den TVS spielten:
Thomas Schwer, Jannik Kaltenbach (Tor), Theo Assfalg (1), Thule Laabs, Dominik Vetter, Jan Holzmann, Lukas Holzmann (2), Niclas Grießhaber, Jan Linhard (5), Jonas Herrmann (1/1), Mario Müller (1), Paul Assfalg (5), Stephan Lermer (2), Manuel Bürk (8)