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Herren 1: TV St. Georgen – TV Pfullendorf 19:18 (10:6)

Ein verrücktes Spiel erlebten die rund 250 Zuschauer bei der Heimspielpremiere auf dem Rossberg. In einem hartumkämpften, aber schwachen, Landesliga-Spiel fiel die Entscheidung zugunsten der Gastgeber erst mit der Schlußsirene. Dabei musste der TVS auf Routinier Jonas Herrmann verzichten, der dem Spiel phasenweise vielleicht etwas mehr Stabilität und Ruhe hätte beitragen können.

Die Gäste aus dem Linzgau, welche sich als Saisonziel das obere Tabellendrittel oder sogar den Aufstieg gesetzt hatten, erwischten den besseren Start. Die St. Georgener agierten in der Anfangsphase nervös und leisteten sich viele technische Fehler. Dies zog sich wie ein roter Faden nahezu durch das komplette Spiel. Vor allem die Passqualität ließ beim TVS über die 60 Minuten immer wieder zu wünschen übrig. Zwar gingen die Bergstädter mit 1:0 in Führung, doch in der Folgezeit bestimmte Pfullendorf das Spiel. Konsequent nutzten die Gäste die Schwächen der St. Georgener aus und lagen schnell mit 4:1 in Front. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Schützlinge um Trainer Jürgen Herr etwas besser ins Spiel. Dank einem 3:0 Lauf konnte der TVS nach 13. Spielminuten zum 4:4 ausgleichen, was die Gäste zu einer Auszeit zwang. In dieser Phase drehten die St. Georgener das Spiel, zogen in den Folgeminuten auf 8:5 davon. Dank einer guten Abwehrleistung und einigen Paraden von Torhüter Jannik Kaltenbach konnten die Gäste auf Distanz gehalten werden. Zur Pause führten die Bergstädter dann verdient mit 10:6. „Wir haben uns zu viele Fehler geleistet. Vor allem die Qualität unserer Pässe ließ zu wünschen übrig“, so Co-Trainer Sven Waßmer.

Wie bereits zu Spielbeginn erwischte Pfullendorf den besseren Start nach der Pause. Schnell wurde der Rückstand auf 12:14 verkürzt. In der Folgezeit hatte der TVS eine kritische Phase zu überstehen, in der das Spiel zu Gunsten der Gäste zu kippen drohte. Mitte der zweiten Halbzeit lagen die Bergstädter plötzlich mit 14:15 zurück. In dieser Phase war es vor allem der Pfullendorfer Schlussmann Taha Yaren, der die St. Georgener Angreifer ein ums andere Mal zu Verzweiflung trieb. Das Spiel stand nun auf Messers-Schneide. Die Gäste legten immer ein Tor vor und die Bergstädter mussten nachziehen. Beim Stand von 18:18 knapp 20 Sekunden vor Schluß hatte der TVS in Ballbesitz die Chance auf den Sieg. Ein letzter Spielzug wurde angesagt: Mario Müller wurde in Überzahl auf Linksaußen freigespielt. Doch anstatt selbst aufs Tor zu werfen überlistete er Torhüter Yaren und legte den Ball in den freien Raum auf die halbrechte Position zu Jan Linhard. Dieser schloss per Kempatrick zum vielumjubelten, auch glücklichen, 19:18 Siegtreffer ins leere Tor ab.
Mit diesem Sieg bleiben die Bergstädter auch nach zwei Spieltagen ohne Verlustpunkt. „Wir haben uns das Leben heute selbst schwer gemacht. Daran müssen wir für die kommenden Spiele intensiv arbeiten“, so ein erleichterte Sven Waßmer.

Am kommenden Sonntag reisen die St. Georgener zum TV Brombach. Hierzu wird ein Bus eingesetzt.

Für den TVS spielten:
Felix Struß, Jannik Kaltenbach (Tor); Theo Assfalg (1), Lukas Holzmann (1), Thule Laabs, Dominik Vetter, Niklas Holzmann (6), Jan Holzmann, Niclas Grießhaber (1), Jan Linhard (3), Mario Müller (2), Paul Assfalg (3/1), Stephan Lermer (2), Manuel Bürk (2/1)