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Vorbericht: HSG Freiburg - TV St. Georgen (Samstag 19:45 Uhr)

  • 19 Nov

Nach der zuletzt unnötigen Auswärtsniederlage beim Favoriten aus Mimmenhausen und einer Woche Spielpause beginnen für die St. Georgener allmählich die Wochen der Wahrheit. Zu Beginn steht für die Bergstädter das nächste schwere Spiel beim Tabellenfünften an. Im Breisgau will der TVS die ansteigenden Leistungen aus den letzten Spielen bestätigen und dem Favoriten wieder Paroli bieten.

Personell stehen dabei noch einige Fragezeichen im Raum. So ist Jan Linhard angeschlagen und hat immer wieder Probleme mit dem Knie. Patrik Papke ist berufsbedingt unterwegs und sein Einsatz eher unwahrscheinlich. Im besten Fall könnte er verspätet zur Mannschaft stoßen. Nichts desto trotz wollen die Schwarzwälder endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern uns zwei Zähler aus Freiburg mitbringen.


Die Gastgeber haben sich nach einer durchwachsenen Saison im letzten Jahr nur gefunden und sind gut eingespielt. Als Ziel hat die HSG das obere Tabellendrittel, in dem sie sich mit einem Heimsieg gegen die St. Georgener auch weiterhin fest etablieren würden. Eine gesunde Mischung aus jungen, ehrgeizigen und technisch begabten Spielern und wenigen etwas erfahreneren macht momentan den Erfolg der HSG aus. Zuletzt gab es einen deutlichen 36:25 Derbysieg gegen den ESV Freiburg.

 

So gilt es für den Tabellenzwölften von Beginn an hellwach zu sein und eine konstante Leistung über 60 Minuten abzuliefern. Einen mehrminütigen Blackout wie zuletzt in Mimmenhausen darf man sich nicht nochmals leisten, dafür steht zu viel auf dem Spiel. Das Hauptaugenmerkt muss wieder auf der Abwehr liegen. Aus einer aggressiven und kompakten Abwehr wollen die Bergstädter die Gastgeber mit ihren eigenen Waffen, dem Konterspiel, schlagen.

So legte Trainer Jürgen Herr unter der Woche nochmals die Konzentration auf die Defensive. Auch auf die Torhüter Thomas Schwer, Jannik Kaltenbach und Felix Struß wird erneut eine gewisse Verantwortung zukommen. Für sie gilt es, zusammen mit ihren Vorderleuten, die Gastgeber in Schach zu halten und wenige klare Torchancen zuzulassen.

 

Im Angriff wollen die St. Georgener auf ihr altbewehrtes Mittel mit dem Tempospiel setzen. Aus einer gefestigten Abwehr wollen die Bergstädter Gas geben und über Tempogegenstöße oder zweite Welle einfache Tore erzielen. Auch beim Torabschluß, wo es im bisherigen Saisonverlauf immer wieder hakte, setzte Herr und der Woche nochmals den Hebel an. Aber auch beim Spielaufbau müssen die Schwarzwälder konzentrierter zu Werke gehen. Man leistete sich im bisherigen Spielverlauf zu viele Ballverluste, durch welche man oft auf die Verliererstraße geriet.

 

„Für uns ist es wichtig, dass wir über die Abwehr ins Spiel kommen und Freiburg von Beginn an unter Druck setzen. Wir wollen Fehler provozieren und dann schnell umschalten. Hier wollen wir auch den Rückenwind und das Selbstvertrauen aus dem letzten Spielen gegen Weil und Mimmenhausen, als unsere Formkurve trotz Niederlagen nach oben zeigte, mitnehmen. Dennoch gehen wir erneut als Außenseiter in die Begegnung, wollen aber die dringend benötigten Punkte einfahren“, gibt TVS-Trainer Jürgen Herr die Richtung vor.