A+ R A-

TV St. Georgen – TV Sulz 26:22 (10:14)

  • 30 Mär

Einen wichtigen Heimsieg im Abstiegskampf feierten die Bergstädter gegen den stark dezimierten Tabellensechsten. Dabei zeigten die Gastgeber mal wieder zwei unterschiedliche Gesichter und konnten sich aufgrund einer klaren Leistungssteigerung im zweiten Durchgang beide Zähler sichern.

Die mit dem letzten Angebot angereisten Gäste nahmen Manuel Bürk von Beginn an durch eine Manndeckung an die kurze Leine und nutzten in der Anfangsphase die Ladehemmungen, unter anderem auch drei vergebende Siebenmeter in der ersten Halbzeit, des TVS gnadenlos aus. Vor allem Spielmacher Dennis Faißt sorgte zu Beginn für ständige Unruhe in der St. Georgener Abwehr. Er war es, der den Tabellensechsten langsam Tor um Tor in Front brachte. Während Sulz seine Torchancen eiskalt ausnutzte, scheiterten die Bergstädter entweder an sich selbst oder an Stephan Richini im Sulzer Gehäuse. So führte Sulz nach zehn Spielminuten verdient mit 5:2. In der Folgezeit kamen die Gastgeber endlich besser ins Spiel. Die Abwehr stand besser und hatte die Gäste besser im Griff, was aber auch am Ausfall von Sulz-Spielmacher Faißt lag, der schon angeschlagen in die Begegnung ging. Im Gegenzug fanden die Bälle nun auch endlich den Weg ins gegnerische Tor. Lohn für die Leistungssteigerung war der 6:6 Ausgleichstreffer Mitte des ersten Durchgangs. Beide Mannschaften lieferten sich nun einen offenen Schlagabtausch. Doch in der Schlußphase der ersten Halbzeit verfielen die St. Georgener wieder dem alten Trott. Der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Selbst klarste Torchancen blieben ungenutzt. Sulz nutzte die und zog langsam wieder Tor um Tor davon. Zur Pause führten die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste verdient mit 14:10.
„Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele Chancen vergeben, darunter auch drei Siebenmeter. Dadurch sind wir in Rückstand geraten“, so TVS-Trainer Jürgen Herr.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs sahen die knapp 350 Zuschauer auf dem Roßberg zunächst ein kleines Fehlerfestival. Beide Mannschaften übertrafen sich im Vertendeln der Bälle. Als erstes bekamen die Gastgeber die Kurve. Wie ausgewechselt, mit anderer Körpersprache und vollem Kampfeswillen wollte der TVS das Spiel drehen. Und dies gelang auch. Dank einer kompromisslosen Abwehrarbeit zwang man Sulz zu Fehlern und schlechten Abschlußpositionen. Im Gegenzug gaben die St. Georgener Gas und konnten durch einfache Tore den Rückstand Tor um Tor verkürzen. So war beim 15:15 das Spiel wieder völlig offen. Als die Bergstädter kurz darauf mit 17:16 in Führung gingen stand die Roßberghalle Kopf. Zwar konnten die Gäste bis Mitte der ersten Halbzeit das Spiel noch offen gestalten. Doch spätestens mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Kreisläufer Benjamin Wacker und einer strittigen roten Karte gegen Florian König waren bei den Gästen alle Körner aufgebraucht. Es fehlten die Alternativen.
Es war auch die entscheidende Phase im Spiel. Sulz fand kein Rezept gegen die immer besser auftretende St. Georgener Abwehr. Der Tabellensechste biss sich die Zähne aus. Die Gastgeber hingegen belohnten sich für die gute Defensivarbeit. Die gewonnen Bälle wurden im Gegenzug nun eiskalt verwandelt. So konnte der TVS durch vier Treffer in Folge auf 24:20 davonziehen, und sorgte somit knapp fünf Minuten vor dem Ende für die Vorentscheidung. Am Ende siegten die St. Georgener dank einer klaren Leistungssteigerung in den zweiten 30 Minuten verdient mit 26:20.
„Wir haben im zweiten Durchgang eine klar bessere Leistung in Abwehr und Angriff gezeigt, vor allem unsere Torchancen konsequent genutzt“, so Herr.
Nach zweiwöchiger Pause geht es für den TVS beim Tabellenzweiten Ottenhöfen weiter.
Für den TVS spielten:
Thomas Schwer, Jannik Kaltenbach (Tor), Paul Assfalg (11/5), Jonas Hildebrand (2), Sven Waßmer (2), Theo Assfalg, Niclas Grießhaber, Jan Linhard (4), Stephan Lermer, Patrik Papke (5), Jonas Herrmann (1), Manue Bürk (1)