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Herren 1:TV St. Georgen – HGW Hofweier II 26:29 (15:12)

  • 02 Mär

Einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt erlitten die Bergstädter im Heimspiel gegen den Tabellenneunten. Dabei besiegelten die Gastgeber ihre Niederlage im zweiten Durchgang aufgrund eine schwachen Chancenauswertung nahezu selbst und rutschten in der Tabelle wieder auf einen direkten Abstiegsplatz ab.

Für beide Mannschaften stand viel auf dem Spiel. Die Gäste konnten mit Tim Stocker und Luca Barbon auf zwei junge Akteure aus dem Südbadenligakader zurückgreifen. Hinzu kam auch noch der ein oder andere Akteur aus der dritten Mannschaft, welche das Vorspiel gegen die St. Georgener Reserve bestritt. Somit hatte Spielertrainer Frank Erhardt einen bunt zusammen gewürfelten Hauf mit auf den Roßberg gebracht.
Die Gastgeber fanden besser ins Spiel und führten schnell mit 2:0 und kurz darauf mit 4:2. Auf Seiten der Gäste war es vor allem Rückraumschütze Steffen Stocker, mit insgesamt 16 Treffern erfolgreichster Schütze für Hofweier, der seine Mannschaft in der Anfangsphase im Spiel hielt. Die St. Georgener zeigten im ersten Durchgang eine gute Leistung. Die Abwehr stand gut und konnte sich so einige Bälle erkämpfen. Im Gegenzug wurden diese dank einer konsequenten Chancenauswertung auch gut genutzt. So konnte sich der TVS bis Mitte des ersten Durchgang eine verdiente 8:5 Führung herausspielen. In der Folgezeit nahm das Spiel etwas an Härte zu und beide Mannschaften mussten immer wieder in Unterzahl agieren. Hofweier profitierte als erster von einer Überzahlsituation und konnte zum 9:9 ausgleichen. Die Bergstädter nahmen in der Folgezeit das Heft wieder in die Hand und erspielten sich eine 14:10 Führung. In der Schlußphase versäumte es der TVS jedoch die Führung zu halten bzw. weiter auszubauen. So ging es mit einer 15:12 Führung der Schwarzwälder in die Kabinen.
„Wir haben in der ersten Halbzeit eine gute Leistung gezeigt. In den Schlußminuten hätten wir die Vier-Tore-Führung halten müssen bzw. sogar weiter ausbauen können“, so TVS-Trainer Jürgen Herr.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wechselte HGW-Trainer Erhardt wohl den Sieg ein: er brachte Marcel Hilger zwischen die Pfosten. Er sollte, neben Steffen Stocker, zum Matchwinner avancieren. Die Gastgeber taten sich schwer den Ball im Gehäuse der Gäste unterzubringen. So konnte Hofweier den Rückstand Tor um Tor verkürzen und kurz darauf das Spiel sogar komplett drehen. Mit vier Treffern in Folge konnten sich die Gäste eine 20:18 herausspielen. In dieser Phase war es im Angriff immer wieder Steffen Stocker der aus allen Lagen abfeuerte und die TVS-Abwehr immer wieder überwinden konnte. Auf der anderen Seite wurde Manuel Bürk, trotz Manndeckung ab der 10. Spielminute, immer wieder von seinen Nebenleuten ins Spiel gebracht und netzte ein. So drehten die Bergstädter das Spiel und führten plötzlich wieder mit 23:21. Doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln und konnten erneut ausgleichen. Das Spiel wog nun hin und her. Als in der 50. Spielminute Steffen Stocker nach der dritten Zeitstrafe mit rot vom Feld musste, schien das ein Vorteil für den TVS zu sein. Doch wer dies dachte hatte sich getäuscht. Aus einer 25:24 Führung der St. Georgener wurde plötzlich ein 25:27 Rückstand. Es ging in die letzten Spielminuten. Doch das HGW-Gehäuse war wie vernagelt und Hilger hielt den TVS in Schach. Eine Fahrkarte nach der anderen warfen die St. Georgener. Am Ende stand eine absolut unnötige, aber aufgrund einer schwachen zweiten Halbzeit verdiente, 26:29 Niederlage zu Buche.
„Wir haben im zweiten Durchgang zu viele Torchancen liegen lassen und haben uns somit selbst geschlagen“, so Herr.

Für den TVS spielten:
Thomas Schwer, Jannik Kaltenbach (Tor), Paul Assfalg (6/2), Bernhard Lobmeier, Marius Schiebeck (1), Theo Assfalg (2), Niclas Grießhaber (1), Jan Linhard (4), Stephan Lermer (1), Patrik Papke, Felix Kaiser, Jonas Herrmann (2), Manuel Bürk (9)