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Herren I: TV Sandweier - TV St. Georgen 35:32 (17:13)

  • 23 Feb

Mit einer unnötigen Niederlage im Gepäck mussten die Schwarzwälder die Heimreise antreten. Noch ärgerlicher wurde diese Niederlage, da die Konkurrenz unerwartet Punkte sammeln konnte und der Vorsprung auf die Abstiegsränge somit nur noch einen Zähler beträgt.

Im Vorfeld der Partie hatten beide Seiten krankheitsbedingte Ausfälle zu beklagen. Bei den Bergstädtern fielen Torhüter Thomas Schwer und Patrik Papke kurzfristig aus. Für Schwer kam der junge Felix Struß zu seinem Landesligadebut. So bildeten mit Kaltenbach und Struß die beiden A-Jugend Torhüter das Gespann im Gehäuse der St. St. Georgener. Im Feld stand Jonas Hildebrand als Verstärkung im Kader. Bei den Gastgebern fiel mit Fabian Hochstuhl der wohl wichtigste Spieler aus. Hinzu kam Jens Bornhäuser noch eine Rückraumstütze.
Die Gäste begannen stark und konnten schnell eine 2:0 Führung vorlegen. Doch mit zunehmender Spieldauer kam Sandweier besser ins Spiel, auch weil sich der TVS in dieser Phase zu viele Ballverluste leistete. Es war der Wurm im St. Georgener Spiel. Der Ball wollte einfach nicht mehr ins Gehäuse der Gastgeber. So konnte der Aufsteiger das Spiel beim 7:5 zu seinen Gunsten drehen. Doch die Gäste gaben nicht auf, kämpften sich zurück ins Spiel. Auch dank eines im ersten Durchgang gut aufgelegten Jannik Kaltenbach zwischen den Pfosten. Er vereitelte mehrere klare Torchancen der Gastgeber. So konnten die Bergstädter dank der gewonnen Bälle zunächst den Rückstand wettmachen und kurz darauf selbst eine verdiente 13:10 Führung herausspielen. Sandweier reagierte nach 22. Spielminuten mit einer Auszeit. Diese zeigte schnell ihre Wirkung. Völlig verunsichert kam der TVS aus dieser Unterbrechung zurück. Zu hektisch, Ballverluste, Fehlwürfe…all dies spielte dem Tabellendritten in die Karten. Mit sieben Treffern in Folge drehte Sandweier das Spiel und ging mit einer verdienten 17:13 Führung in die Halbzeitpause. „Wir haben in der Schlußphase der ersten Halbzeit zu überhastet agiert. Technische Fehler und unvorbereitete Würfe führten zu schnellen Ballverlusten welche durch Sandweier eiskalt bestraft wurden“, so TVS-Trainer Jürgen Herr.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schien es, als hätte Herr und Waßmer in der Kabine die richtigen Worte gefunden. Die Bergstädter zeigten nun eine konzentrierte Leistung, konnten so den Rückstand schnell auf 17:18 verkürzen. Das Spiel war nun wieder ausgeglichen, wobei sich beide Mannschaften immer wieder im Produzieren von Fehlern versuchten zu überbieten. Hinzu kamen nun einige Unterzahlsituation der Gäste. Sandweier konnte die nummerische Überzahl ausnutzen und den Vorsprung wieder auf zwei bis drei Tore ausbauen. Die St. Georgener haderten nun auch mit den Schiedsrichtern. Einige Pfiffe blieben zum Unverständnis der Bergstädter aus. Mit viel Wut im Bauch gaben die Gäste jedoch das Spiel nun endgültig aus der Hand. Immer wieder wollte man mit dem Kopf durch die Wand. Doch diese Spielweise ging leider nach hinten los. Viele technische Fehler, Fehlwürfe und Ungenauigkeiten prägten nun das Spiel der St. Georgener. Die Gastgeber nahmen dies erneut dankend an und zogen vorentscheidend auf 27:23 davon. Zwar konnte der TVS zwischenzeitlich nochmal auf 27:29 verkürzen, doch dies war nur ein Strohfeuer. Kurz darauf lag Sandweier wieder mit 31:27 in Front und machte den Sieg somit perfekt. Die 32:35 Niederlage müssen sich die Bergstädter selbst zuschreiben. Es wäre gegen einen Gegner, der ohne seinen wichtigsten Mann antrat definitiv mehr drin gewesen. „Wir haben uns von einigen Schiedsrichterentscheidungen aus der Bahn bringen lassen. Die ausgebliebenen Pfiffe haben bei uns zu Hektik und überhasteten Aktionen geführt. Am Ende haben wir uns die Niederlage aufgrund zu vieler Fehler selbst zu zuschreiben“, so Herr.

Am kommenden Samstag empfäng der TVS die Reserve der HGW Hofweier zu einem „Vier-Punkte-Spiel“ auf dem Roßberg.

Für den TVS spielten:
Jannik Kaltenbach, Felix Struß (Tor); Paul Aßfalg (7/2), Jonas Herrmann (2), Marius Schiebeck (5), Jonas Hildebrand (3), Felix Kaiser, Theo Aßfalg (3), Niclas Grießhaber, Jan Linhard (3), Stephan Lermer (1), Mario Müller (2), Manuel Bürk (6)