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Saisonabschlussbericht D-Jugend - Bezirksklasse

  • 15 Jun

D-Jugend krönt fulminante Saison mit südbadischer Meisterschaft.

 

Die D-Jugend legte vergangene Spielzeit sicherlich eine unvergessliche Saison hin und krönte sich abschließend als erstes St.Georgener Team überhaupt mit der südbadischen Meisterschaft. Doch beginnen wir ganz vorne. Nach dem Wechsel fanden sich die Jungs der Jahrgänge 2002/03 im Training der D-Jugend ein, das von nun an von Stephan Lermer und Andreas Müller geleitet werden sollte. Jene übernahmen das Amt von Jannik Kaltenbach und Julian Haas.

Der Kader bestand nahezu 50-50 aus älteren und jüngeren Spielern. Erfreulich ist sicherlich, dass man im Rahmen dieses Teams gleich mehrere Handball-Anfänger für den Sport begeistern konnte und nach wie vor in seinen Reihen hält.

Aus den Fahrgeldern der vergangenen Jahre, auf das die Eltern großzügiger Weise verzichteten wurden für jeden Spieler Aufwärmshirts gekauft und bedruckt. Die Jungs hatten eine riesen Freunde daran und präsentierten sich regelmäßig im Einheitslook.

In der hallenfreien Zeit hielt man sich im freien Fit und absolvierte gemeinsam und sehr erfolgreich das Deutsche Sportabzeichen. Da es in der Ferienzeit schwierig ist Handball-Praxis in der Halle zu sammeln nahm das Team vor Saisonstart erfolgreich an Turnieren in Hofweier(1.Platz) und Singen(3.Platz) teil. In die Saison startete man dann jedoch denkbar ungünstig mit einer Niederlage beim TUS Schutterwald. Grund dafür vermutlich etwas die Müdigkeit von vorangegangenen Turniertag. Man wollte sich nicht durch hohe Erwartungen unnötig unter Druck setzen, jedoch war klar, dass dieses Team durchaus in der Liga eine entscheidende Rolle spielen könnte. Jene Niederlage war vielleicht auch eine Art Weckruf zum richtigen Zeitpunkt. Denn im folgenden Saisonverlauf gaben die Buben, bis auf gegen den späteren Bezirksmeister SG Meißenheim/Nonnenweier keine Punkte mehr ab. In einer extrem ausgeglichenen und bis auf wenige Ausnahmen spielerisch starken Liga setzte man sich nach und nach gegen die anderen Teams durch. Grundtenor der Trainer war es jedoch immer wieder, dass man sich nicht daran ergötzen wolle einen unterlegenen Gegner mit einer möglichst hohen Niederlage zu blamieren, sondern jedem Spieler ausreichend Spielzeit und somit genügen Raum zur individuellen und auch mannschaftlichen Entwicklung zu geben. Ein weiterer Fakt, der sich wie ein roter Faden durch die Saison zog war, dass der TV St.Georgen Wochenende für Wochenende körperlich überlegenen Gegnern gegenüberstand, diese jedoch durch spielerische Akzente, sowie eine hohe Schnelligkeit und Cleverness immer wieder zu Fall brachte. Oftmals hatten die Jungs in ihren Spielen eine kurze Schwächephase in der die Spielstände zu wanken begannen, diese glich man jedoch ausnahmslos durch ebenso starke Phase aus und schaukelte die Spiele immer trotz kleiner Turbulenzen am Ende sicher nach Hause. Der SG Meißenheim/Nonnenweier, Ligaprimus ohne Verlustpunkt, bot man in zwei Spielen lange Paroli musste sich dann jedoch knapp geschlagen geben. Die Revanche gegen den TuS Schutterwald gelang eindrucksvoll in eigener Halle. Wie man sich bei der SG Meißenheim/Nonnenweier jedoch revanchieren wird, konnte man sich in jenem Moment allerdings noch nicht einmal erträumen. So stand man in der Endabrechnung mit 496 : 351 Toren und 30:6 Punkten auf Rang zwei der Bezirksklasse Offenburg-Schwarzwald. Ein Vizemeistertitel auf den man bereits sehr stolz sein konnte, die Stärke dieser Liga wird sich zu einem späteren Zeitpunkt erneut zeigen. Jene Platzierung berechtigte den TV St.Georgen zur Teilnahme an der südbadischen Endrunde.

O-Ton dieser Teilnahme war, dass man sicherlich nicht als Favorit anreisen würde. Man konnte bereits jetzt sehr stolz auf die erbrachten Leistungen sein, welche einem nie wieder genommen werden kann. Trotz allem war der Mannschaft klar, an einem guten Tag ist man durchaus in der Lage es mit jedem Team aufzunehmen und gegebenenfalls für eine Überraschung zu sorgen.

In einer engen und umkämpften Gruppenphase setzte sich der TVS am Ende gegen den TuS Helmlingen, die Alemannia Freiburg-Zähringen und die HSG Mimmenhausen/Mühlhofen als Gruppensieger durch. Die erste Überraschung des Tages war geglückt. Auch im Halbfinale konnte die SG Köndringen/Teningen den TVS-Express nicht stoppen. Man stand also im Finale um die südbadische Meisterschaft und wie sollte es anders sein, Gegner war die SG Meißenheim/Nonnenweier. Zunächst lief jedoch nicht viel zusammen beim TVS und der Favorit erspielte sich eine komfortable 1:6 Führung. Doch wer dachte die Jungs aus der Bergstadt ließen nun die Köpfe hängen der hatte sich gewaltig geschnitten. Der TVS kämpfte sich Tor um Tor zurück in die Partie und schaffte drei Sekunden vor Spielende das 12:12. Das Spiel musste also im 7m-Werfen entschieden werden. Drei Mal scheiterten die SG’ler am St.Georgener Torhüt(h)er. Es war also vollbracht. Der Jahrgang 2002/03 schreibt ein kleines Stück Vereinsgeschichte mit dem Gewinn der südbadischen D-Jugend Meisterschaft. Anschließend kannte die Freude in den Reihen des TVS und der großen, mitgereisten Anhängerschaft natürlich keine Grenzen mehr. Besonders gut tat dieser Triumph natürlich nicht nur, da er vollkommen überraschend jedoch nicht unverdient kam, sondern da man in einem fulminanten Finale den großen Favoriten schlagen konnte, welcher nebenbei bemerkt seine Meistershirts schon gedruckt hatte.

So endete also die Saison 2014/15 mit einem großen Knall, natürlich ausschließlich im positiven Sinne. Ein Erfolg der jedoch einer großen Gesamtheit zu zuschreiben ist. Grundlage des Konstrukts sind 15 talentierte, ehrgeizige Jungs, welche sowohl auf als auch neben dem Platz eine Einheit bilden. Regelmäßige Trainingsbesuche sind dabei selbstverständlich. Gerade in einem Team, das körperlich gegenüber ihren Gegnern große Defizite aufweist(im Sinne der Körpergröße) wird die spielerische und auch mannschaftliche Komponente extrem wichtig. So war es zunächst Ziel den Jungs eine Spielweise anzueignen die eben diese stärken stärkt, bzw. den Defiziten an Gewichtung nimmt. Wie man es auch vom Landesliga-Team des TVS kennt, sollen aus einer aggressiven, intelligenten Abwehr Ballgewinne resultieren, die man anschließend durch schnell nach vorne getragene Angriffe in einfache Tore ummünzen kann. Jedoch wurde nach und nach auch ein schnelles, torgefährliches Positionsspiel entwickelt. Man kann sagen das was die Jungs zeigen hat schon sehr viel mit dem Handball zu tun wie man es aus dem Herren-Bereich kennt. Eine weitere Komponente der Spielerentwicklung ist die Persönlichkeit. Ein Plus des TVS hier auch ist die Ausgewogenheit, was das Team extrem schwer auszurechnen macht. Ging im Hinspiel alles über den Kreis, machen im Rückspiel eben die Halbspieler die Partie. Ein Team das aus 15 besonderen Einzelkönnern besteht nicht aus 2 oder 3. Des Weiteren muss man betonen, dass man mit Marcel Bertol und Jonas Hüther wohl über eines der stärksten Torhütergespanne Südbadens verfügt.

Die Jungs lernten zunehmend mit Drucksituationen souverän und gelassen umzugehen und auf Fehler tolerant zu reagieren und ausschließlich positive Emotionen preis zu geben. Über einen längeren Zeitraum entstand so also ein eingeschworener Haufen, ein echtes Team eben. Jene genannten Attribute spielte der TVS, in der südbadischen Endrunde, dann in teilweise beeindruckender und für dieses Alter wohl eher unüblicher Manier aus. Jeder steuerte seinen Teil im Laufe der Saison zu einem großen Ganzen bei. Sei es der beste Torschütze der Partie, der Spieler der von der Bank seinen Kameraden nach einem Fehler wieder aufbaut oder einem Verletzten einem Kühlpack reicht oder aber der Torwart der den entscheidenden Wurf entschärft. Jeder gehört dazu und jeder kann enorm stolz sein auf das was er erreicht hat.

So geht eine tolle Saison zu Ende die sicherlich jedem noch lange in guten Erinnerungen bleibt. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Helfern bedanken, die uns in dieser Saison in irgendeiner Weise unterstützt haben. Seien es Fahrer, Zeitnehmer, Zuschauer usw….alles Dienstleistungen welche oftmals viel zu wenig gewürdigt werden und keinesfalls als selbstverständlich angesehen werden dürfen.

Als Schlusswort möchte ich einfach nochmal betonen was für eine tolle Truppe der ganze Haufen einfach ist. Damit meine ich Spieler, Eltern usw…nur wenn ganz viele Zahnrädchen reibungslos ineinander greifen, kann eine so erfolgreiche, tolle Saison über die Bühne gehen. Fakt ist, der TVS kann stolz darauf sein den Jahrgang 2002/2003 zu haben und wenn die Jungs am Ball bleiben, wird es sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass sie für Furore gesorgt haben.

Auf eine erfolgreiche Zukunft!

Grüße Andreas & Stephan