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wJC1 - Wenn Trainerträume wahr werden

  • 13 Okt

Man nehme zehn Mädchen, zwei Trainerinnen und vier Autos. Mit dieser Mischung fahre man nach Meißenheim. Dort bestreite man sein erstes Auswärtsspiel. Man stelle sieben Mädchen auf den Platz und hoffe, dass der uns unbekannte Gegner bezwingbar wäre. Trainer reden ja immer viel von „Tempospiel, schnellen Würfen vom Tor ab, mannschaftlichem Zusammenspiel, einem schnellen Miteinander und dem Auge, das sowohl den Gegner als auch die Mitspieler im Blick hat, um im Spiel zu bleiben“.

 

Arme Spieler, so viel Gerede. Wie soll man da nur die Hälfte davon umsetzen?

Endlich Anpfiff! Los geht’s! Bis zum fünften Angriff alles ausgeglichen, alles offen, noch nicht kalkulierbar wo die Reise bis zum Schluss hingeht. Doch dann war Schluss mit Lustig!!! Plötzlich zeigten unsere Mädchen, dass sie uns sehr genau zugehört hatten und starteten ein Spiel, bei dem uns Trainerinnen die Spucke weg blieb (das will was heißen!!!). Nach fünfzehn Minuten führten wir mit 10:2 Toren. Zur Halbzeit gingen wir mit 15 Toren vom Platz und ließen den Gegnern nur 4 Tore. Hier sahen die Zuschauer, Schiris und wir Trainerinnen ein Spiel, bei dem es einfach nichts zu sagen gab. Außer: „Ihr spielt einen Handball der uns Gänsehaut verursacht, haltet dieses Spielniveau auch in der zweiten Halbzeit und ihr geht als Sieger vom Platz.“ Tatsächlich spielten sich die Mädchen in einen Rausch, dem die Gegner nichts entgegenzusetzen hatten. Egal wen wir aufs Feld stellten, sie gingen alle das gleiche, schnelle Tempo mit. Man sah sensationelle Zuspiele, eine Deckungsweise die begeisterte, ein Zusammenspiel, bei dem jede hellwach war und jede einzelne kämpfte. Für die Zuschauer war es ein Genuss, zum Teil spektakuläre Zusammenspiele und geniale Torwürfe zu sehen. Nicht nur im Angriff gab es was zu sehen, auch das Abwehrspiel überzeugte. Vor allem aber auch im Tor hatten wir mit Lara eine Ballwand stehen. Zum Schluss gingen wir mit einem 30:11 Endstand vom Platz. Wir Trainer waren nach diesem Spiel einfach „hin und weg“. Am meisten aber freute uns, dass wirklich alle Feldspielerinnen mindestens ein Tor gemacht hatten.

Also : Weiter so!!!!!!!

Es spielten: Lara Brandenburg (Tor), Larissa Gökoglu, Madita Holzmann, Alisa Häffner, Gina Gentner, Selina Smajic, Lea Schwarz, Ronja Ahn, Anne Assfalg und Zehra Ogurlu

(Conny Holzmann)