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C-Jugend weiblich: Erstes selbst beschertes Vorweihnachtsgeschenk

  • 01 Dez

Am Samstag fuhren die weiblichen C-Jugendlichen der SG Schramberg / St.Georgen zum Tabellennachbarn Waldkirch / Denzlingen. Diese hatten in ihrem Vorbericht schon angedeutet, dass sie gegen uns auf eine reelle Chance eines Siegs hofften. Unserer Mädchen hatten allerdings umgekehrt die selbe Hoffnung, ohne den Gegner zu kennen.

Zuerst musste aber einmal die Hinfahrt erfolgreich bewältigt werden. Meldung eins während der Fahrt: „Kommen nach, erste Übelkeit auf der Fahrtstrecke.“ Meldung zwei: „Mein Navi spinnt, wo ist die Abfahrt?“ Etwas zeitversetzt, aber noch mit genügend Zeit fanden sich dann alle in der Halle ein. Das Foyer übte auf unsere Spielerinnen einen besonderen Reiz aus. Der lange Gang wurde von einigen zu einem Rennen mit Trolleys benutzt. Die anderen waren von den einklappbaren Kleiderhaken an der Wand so begeistert, dass sie diese erst mehrere Male ein.- und ausklappen mussten, bevor man mit Sprüchen wie, „Boar, ich bin heut so gut drauf“endlich in die Umkleidekabine konnte. Nach kurzer Besprechung und Bestimmung der Mannschaftsaufstellung verließen  wir die Kabine und hatten den ersten Aha-Effekt. Die gegnerischen Mädchen betraten selbstsicher und körperlich stark überlegen den Platz. Für uns konnte das nur heißen: „Bange machen gilt nicht!!!“

Gleich zu Anfang erwischten wir einen guten Start. Nach dem fünften Angriff lagen wir schon mit drei Toren in Führung. Die Mädchen bewiesen Teamgeist und zeigten sich als Einheit. Im Angriff spielten sie ihre Chancen her Schwierigkeiten. In der Deckung zeigten unsere Mädels, dass man mit gegenseitiger Hilfe, die Angreifer immer wieder aus dem Konzept bringen konnte. Ging ein Ball doch in Richtung Tor, waren da die Torhüter die den Ball abfingen. Deshalb konnte man mit einem Halbzeitstand von 8:16 in die Kabine gehen.

Es war für alle klar, dass man dieses Spiel nicht mehr aus der Hand geben sollte. Doch schon oft hat beim Handball eine zweite Halbzeit einem Spiel eine ungewollte Wendung gegeben. Es sollte also genauso konzentriert und mannschaftsdienlich weiter gespielt werden. Aber jetzt stellten sich erste Unkonzentriertheiten und überhastete Aktionen ein. Unser Vorsprung schmolz in fünf Angriffen hintereinander auf vier Tore. Nun merkte man eine aufkommende Nervosität unter den Spielerinnen. Bauchschmerzen und Schwindelanfälle sorgten dafür, dass wir oft auswechseln mussten. Aber ganz egal wer aufs Feld kam, jeder kämpfte mit vollem Einsatz. So konnte einer unserer Torwarte den Ball nur durch das Hinhalten seines Gesichts vor dem Eindringen ins Tor stoppen. Außerdem waren zwei gelbe Karten und eine Zweiminutenstrafe Zeichen eines ganzen Einsatzes. Die Mädchen gaben nie auf und beendeten das Spiel mit 21:30.

Mit zwei Punkten im Gepäck trat man dann stolz die Heimfahrt an. Gleich am nächsten Samstag findet dass Rückspiel in der Kreissporthalle Sulgen statt. Wir hoffen,dass die Mädchen an diesen Erfolg anknüpfen können und auch dieses Spiel für sich entscheiden.

Es spielten: Lea Schranzhofer und Johanna King im Tor, Lara Bix, Gina Wöhr, Larissa Gökoglu, Selina Smajic, Vivien Abelmann, Madita Holzmann, Gina Gentner, Alisa Häffner und Lea Schwarz